Multimodale Behandlung bei krankhaftem Übergewicht
Informationsveranstaltung für Betroffene – Neuer Schwerpunkt Adipositas-Chirurgie am Hohenloher Krankenhaus.
Anmeldung per E-Mail an hohenloher-krankenhaus@bbtgruppe.de
Am Montag, den 19. September 2022, um 18:30 Uhr wird im Hohenloher Krankenhaus das neue multimodale Konzept bei der Behandlung von morbider (krankhafter) Adipositas vorgestellt. Hierbei geht es darum, wie minimalinvasive chirurgische Therapie (Schlauchmagen-Operation), Ernährungsberatung, Bewegungstherapie und eine Adipositas-Selbsthilfegruppe miteinander verknüpft werden können, um eine nachhaltige Behandlung von Betroffenen gewährleisten zu können. Der neue Schwerpunkt Adipositas-Chirurgie gehört zur Abteilung für Chirurgie des Hohenloher Krankenhauses und wird von Chefarzt Prof. Dr. Frank A. Wenger geleitet.
Von morbider Adipositas oder Fettleibigkeit spricht man bei starkem Übergewicht mitsamt gesundheitlichen und sozialen Einschränkungen; es handelt sich hierbei um eine von den Krankenversicherungen anerkannte chronische Krankheit. Die Bewegungsmöglichkeiten dieser Patientinnen und Patienten sind mehr als eingeschränkt und es kommt häufig zu Zusatzerkrankungen wie Diabetes, Gelenkerkrankungen, arterieller Hypertonie oder Depressionen. Auch die sozialen Kontakte leiden bei vielen Betroffenen. Laut RKI ist ca. ein Viertel der Erwachsenen in Deutschland von Adipositas betroffen. Auch schon viele Heranwachsende kämpfen mit dieser Krankheit.
Bei einem BMI (Body-Maß-Index) von 40 – bei Diabetiker*innen ab 35 – gelten Patientinnen und Patienten als morbid (krankhaft) adipös. Zum Vergleich: Ein gesundes Gewicht entspricht etwa einem BMI von 19 bis 25. Zur Berechnung wird das Körpergewicht ins Verhältnis mit der Körpergröße gesetzt.
„Viele Menschen, die unter morbider Adipositas leiden, haben einen langen Leidensweg hinter sich, sind teilweise verunsichert, haben viele Meinungen gehört – oder leben auch über viele Jahre zurückgezogen. Eine individuelle Behandlung mit viel Empathie und Verständnis ist nötig, um ganzheitlich helfen zu können“, sagt Prof. Dr. Frank A. Wenger, Chefarzt der Abteilung Chirurgie, der auf Adipositas-Chirurgie spezialisiert ist. Daher hat er sich mit Ernährungsberaterin Andrea Häusele und Petra Bremm vom Gesundheitszentrum Vitalis in Öhringen vernetzt, um ein sogenanntes multimodales Behandlungskonzept umsetzen zu können. Ergänzt wird das Angebot durch die Selbsthilfegruppe „Schwer was drauf“.
In mehreren Vorträgen wird das multimodale Behandlungskonzept unter der Leitung von Prof. Dr. Frank A. Wenger von den Beteiligten vorgestellt und genauer auf die einzelnen Bausteine eingegangen. Hierbei werden Fragen geklärt wie: Wann muss operiert werden und welche OP-Möglichkeiten gibt es? Wie funktioniert die Ernährungsumstellung bereits vor der Operation, aber auch auf lange Sicht? Welche Sportarten sind möglich bei starkem Übergewicht und nach einer Operation? Wie erfolgt die Antragsstellung auf Kostenübernahme bei der Krankenversicherung?
Die Referent*innen stehen im Anschluss für die Fragen der Teilnehmenden zur Verfügung.
Die
Veranstaltung findet am Montag, den 19. September 2022, um 18:30 Uhr im
Limes-Casino des Hohenloher Krankenhauses in Öhringen statt. Es gilt eine
FFP2-Maskenpflicht. Der Eintritt ist kostenfrei.
Für die Teilnahme ist eine Anmeldung per E-Mail an hohenloher-krankenhaus@bbtgruppe.de erforderlich!
Die Vorträge:
1. Multimodales Konzept für Adipositaschirurgie – was gehört dazu? (Prof. Dr. Frank A. Wenger, Chefarzt Chirurgie, Hohenloher Krankenhaus)
2. Ernährungsumstellung bei Adipositas (Andrea Häusele, Praxis für Ernährungstherapie, Öhringen)
3. Bewegungstherapie bei Adipositas (Petra Bremm, Gesundheitszentrum Vitalis, Öhringen
4. Die Selbsthilfegruppe für Adipositas stellt sich vor (Tanja Kison, SHG Adipositas, Öhringen)
Patienten
Hohenloher Krankenhaus, Limes-Casino


