01.10.2026
Umzug gelungen
Neues Hohenloher Krankenhaus nimmt seinen Betrieb auf
Freude und Erleichterung am Nachmittag im Hohenloher Krankenhaus: Der Umzug der Patientinnen und Patienten in den Neubau hat reibungslos geklappt, kurz nach 13 Uhr wurde der letzte Patient sicher aus dem Altbau in den Neubau transportiert und konnte dort sein neues Zimmer beziehen.
Der offizielle Betrieb des neuen Hohenloher Krankenhauses startet um 8 Uhr an diesem 1. Oktober, und schon um 8:01 Uhr liefert das DRK Öhringen den ersten Patienten in der neuen Zentralen Notaufnahme (ZNA) an. Notfallsanitäter Alex Adam und seine Kollegin Lisa Bloching begleiten den Patienten durch die neue Liegendanfahrt. Die Übergabe an den behandelnden Arzt funktioniert problemlos. „Alles lief glatt“, berichtet Adam später.



Der Betrieb in
der Notaufnahme reißt den ganzen Tag nicht ab.
„Bis zum Nachmittag haben wir 15 zum Teil schwere Notfallpatienten in
der ZNA behandelt“, berichtet der ärztliche Direktor Dr. Holger Wolff. „Kurz
nach acht Uhr kam der erste Arbeitsunfall, dann ein Patient mit Verdacht auf
Schlaganfall, unklare Bauchschmerzen, Magenperforation, Verdacht auf
Schenkelhalsfraktur – das ganze Spektrum war dabei.“ Im Hintergrund habe es
anfangs einige technische Anlaufschwierigkeiten gegeben, die
Patientenversorgung habe aber sofort gut funktioniert. „Unser Team war sofort
einsatzbereit und auch die Zusammenarbeit mit der Radiologie hat gut geklappt“,
so Dr. Wolff. Kurz nach 13 Uhr dann der erste Alarm im neuen Schockraum: in
wenigen Sekunden steht das Team aus Ärztinnen, Ärzten und Pflegekräften bereit,
um den schwerkranken Patienten rasch zu versorgen.
Sicherer Weg durch den Zelttunnel
Während in der
Notaufnahme der Betrieb bereits läuft, beginnt kurz nach 9 Uhr der eigentliche
Patientenumzug. Begleitet von zwei Krankenschwestern geht es zunächst zum Check-Out
im Erdgeschoss im Altbau: Eine Kollegin aus dem Koordinierungsteam entfernt das
alte Patientenarmband und hakt die Patienten in der Liste ab. Dann die Fahrt
durch den Zelttunnel genau 14 Meter über Gummi- und Hygienematten hinüber in
den Neubau. Dort wartet schon das zweite Koordinierungsteam zum Check-In: Jeder
Patient wird nach seinem Namen gefragt, erhält ein neues Patientenarm und seine
Zimmernummer im Neubau. Und schon geht es weiter in den Aufzug nach oben auf
die neuen Stationen.
Ein Ständchen zum 90. Geburtstag
Für manche
Patienten ist der Weg besonders bewegend. Eine Patientin feiert ausgerechnet an
diesem 1. Oktober ihren 90. Geburtstag. Das Pflegeteam verabschiedet sie mit
einem Ständchen und gibt ihr „viel Glück und viel Segen“ mit auf den Weg in den
Neubau. Kurz darauf folgen vier Mütter mit ihren neugeborenen Babys im Arm.
Zwei Patientinnen, die erst am Dienstag an Hüfte beziehungsweise Knie operiert
worden sind, bewältigen den Weg selbstständig zu Fuß – mit Gehstützen und
begleitet von Pflegekräften.
Die sensibelsten Patienten kommen zuletzt
Während die
Patientinnen und Patienten im zweiten und dritten Obergeschoss des Neubaus kurz
nach 12 Uhr schon das erste Mittagessen einnehmen können, steht eine besonders sensible
Etappe noch bevor: der Transport der Patientinnen und Patienten der
Intensivstation. Hier zählt jede Minute. Fahrstühle werden geöffnet und für den
Transport freigehalten, Durchgänge gesperrt. Ärztliche und pflegerische Teams
begleiten und überwachen die Patienten auf dem kürzesten Weg in die neue
Intensivstation und die Stroke Unit für Schlaganfallpatienten. Den Abschluss
bilden schließlich die infektiösen Patientinnen und Patienten. Für sie gelten
besondere Hygienevorkehrungen. Auch dieser letzte Abschnitt des Umzugs verläuft
ohne Verzögerungen.
Alle Patienten sicher im Neubau
Um 13:15 Uhr
dann die Botschaft der Koordinierungsstelle: Alle Patienten aus dem Altbau
haben den Neubau sicher erreicht. Pflegedirektor Frank Feinauer ist
erleichtert. „Der Patientenumzug hat reibungslos funktioniert, alles ist nach
Plan gelaufen, es gab keinerlei Zwischenfälle“, sagt er. Hinter diesem Satz
stehen Wochen intensiver Vorbereitung und die Arbeit vieler Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter. Einige sind sogar aus ihrem freien Tag gekommen, um den Umzug
zu unterstützen. „Alle Kolleginnen und Kollegen, das gesamte Team hat tolle
Arbeit geleistet“, sagt Feinauer.
Dank an das gesamte Team
Auch der
Ärztliche Direktor Dr, Wolff zieht ein positives Fazit: „Erwartungsgemäß gab es
anfangs kleinere technische Probleme. Dank der Unterstützung von Kolleginnen
und Kollegen aus der BBT-Gruppe und auch dank des Engagements aller Kolleginnen
und Kollegen hier haben wir dafür in kurzer Zeit Lösungen gefunden“, so Dr.
Wolff. Entscheidend sei gewesen, dass die medizinische Versorgung zu keinem
Zeitpunkt ins Stocken geriet. „Die Patientenversorgung lief ab 8 Uhr ohne
Probleme und wir sind seit Mittag im Regelbetrieb“, sagt Wolff. „Das ist
wirklich super.“
Und so ist am
Nachmittag von der Anspannung des Vormittags bereits weniger zu spüren. Auf den
Stationen beginnt der Alltag im neuen Gebäude. BBT-Regionalleiter
Timo Sonntag, der den Umzug vor Ort begleitete, bedankt sich bei den
beteiligten Teams. „Ein großes Dankeschön an alle Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter sowie an die Teams aus dem Caritas-Krankenhaus Bad Mergentheim und
der BBT-Gruppe. Es war beeindruckend zu sehen, wie alle mit großer Fachkenntnis
und hohem Einsatz zusammengearbeitet haben, um den Umzug für unsere
Patientinnen sicher und zügig zu bewältigen. Alle haben ihren Teil dazu
beigetragen, dass wir alle Patienten gut versorgen konnten.“


