26.07.2026
Tag der offenen Tür begeistert rund 7.000 Gäste
Rund 7000 interessierte Besucherinnen und Besucher, unzählige Gespräche, strahlende Gesichter und viel Begeisterung für das neue Hohenloher Krankenhaus: Das war der Tag der offenen Tür am vergangenen Samstag in Öhringen. Schon eine halbe Stunde vor dem offiziellen Beginn um elf Uhr versammelten sich die ersten Besucherinnen und Besucher vor dem Haupteingang zum neuen Krankenhaus, kurz nach elf Uhr reichte die Schlange der Interessierten schon über 30 Meter zurück bis zur Kastellstraße. „Wir hatten gehofft, dass viele Menschen zu uns kommen, aber dieser Andrang hat uns dann doch überwältigt“, zog Pflegedirektor Frank Feinauer eine erste Bilanz. Er stand gemeinsam mit fünf Kolleginnen und Kollegen am Eingang und begrüßte die Gäste persönlich.
Auf einem gut ausgeschilderten Rundweg konnten die
Besucherinnen und Besucher das gesamte neue Krankenhaus erkunden und sich ein
Bild von der modernen medizinischen Ausstattung sowie den hellen,
patientenfreundlichen Räumen machen. Besonders großen Anklang fanden die
zahlreichen Mitmachaktionen, die von den Mitarbeitenden mit viel Engagement
vorbereitet worden waren.

Spannende Demonstrationen im OP und Herzkatheterlabor
In den OP-Sälen konnten die Gäste mit
3D-Brillen selbst testen, wie sie als Chirurg eine minimalinvasive Gallen-OP
durchführen. Nebenan demonstrierten Ärzte, wie sie einen Knochenbruch mit
Schrauben und Platten versorgen. Etwas weiter durften die Besucher künstliche
Gelenke für Knie und Hüfte aus nächster Nähe betrachten und sogar in die Hand nehmen.
Im Herzkatherlabor demonstrierten die Ärzte an einer Puppe, wie sie ein
verstopftes Blutgefäß mit einem feinen Draht wieder öffnen. Auf einem großen
Bildschirm konnte man verfolgen, wie das Herz dabei schlägt und plötzlich
wieder durchblutet wird.
Endoskopie und Intensivstation verständlich erklärt
Großes Interesse auch in der Endoskopie, wo normalerweise
ohne Zuschauer Magen- und Darmspiegelungen durchgeführt werden. Hier
erläuterten Ärzte und speziell ausgebildete Pflegende, wie die Schläuche und
feinen Sonden funktionieren und wie man dabei sogar kleine Wucherungen im Darm
entfernen kann. Die Anästhesisten demonstrierten in ihrem Bereich, was während
einer Narkose passiert und wie sie die Patienten während einer Operation
begleiten, damit diese keine Schmerzen empfinden. Wie man sich um die Patientinnen
und Patienten nach einem Eingriff oder in einem Notfall kümmert, zeigte das
Team der Intensivstation, das ein komplettes Intensivzimmer ausgestattet hatte.
Welche Messwerte zeigen die verschiedenen Überwachungsgeräte an, was passiert,
wenn ein Patient beatmet wird, was fühlt ein Patient dabei? – freundlich und
kompetent beantworteten die Intensivkrankenschwestern die vielen interessierten
Fragen. Großes Interesse weckte außerdem die Stroke Unit. Hier
informierten Neurologinnen darüber, wie ein Schlaganfall erkannt wird, welche
Veränderungen dabei im Gehirn auftreten und warum schnelles Handeln
lebenswichtig ist.
Neue Kreißsäle und Wochenbettstation
Viele werdende Eltern nutzten die Gelegenheit, die neuen
Kreißsäle zu besichtigen. Dort stellten Hebammen und Ärztinnen die
verschiedenen Möglichkeiten der modernen Geburtshilfe und die besondere
Ausstattung vor. Entspannungsbad, Geburtswanne, Geburtshocker, Sprossenwand,
Halteseile etc. und selbstverständlich ein Bad in jedem der vier Kreißsäle
sorgen für eine angenehme Umgebung rund um die Geburt. Und auch nach der Geburt
ist im neuen Krankenhaus für die jungen Familien an alles gedacht: auf der
Wochenstation im 3. Stock sind die Zimmer mit Wickeltisch und speziellen
durchsichtigen Bettchen für die Neugeborenen ausgestattet, die so immer ganz
nah im Blick der Mama sind. Kinderkrankenschwestern informierten dort über das Stillen
und die erste Zeit mit dem Neugeborenen.
Therapieteam mit vielen Mitmachaktionen
Vom Beginn des Lebens zur Sorge um die älteren Menschen – im
Hohenloher Krankenhaus behandeln die Teams Patientinnen und Patienten in allen
Altersstufen. In der Geriatrie kümmert sich ein interdisziplinäres Team aus
Ärztinnen, speziell weitergebildeten Pflegekräften, Physio-, Ergo- und
Logotherapie sowie Sozialdienstmitarbeiterinnen darum, dass ältere Patientinnen
und Patienten bei einem Krankenhausaufenthalt möglichst umfassend versorgt
werden. Das ganze Team war präsent und stellte Lauf- und Gedächtnistraining,
spezielle Medikamente, Hilfsmittel und Trainingsmöglichkeiten vor. Und ganz
praktisch konnten Besucher in einem Altersanzug ausprobieren, wie sich das
Leben mit 80 anfühlt: eingeschränktes Sehvermögen, schmerzende Gelenke, Hörverlust,
stechender Rücken, Gewichte an den Beinen, die jeden Schritt erschweren.
Hygiene-Test und Blutdruckmessen
Weitere Mitmachaktionen gab es im 3. Stock. Bei einem
Schwarzlicht-Check konnten die Besucher*innen testen, wie gut sie ihre Hände
zuvor desinfiziert hatten und erfuhren, auf was es bei der Händedesinfektion
ankommt. Daneben boten die Pflegeschülerinnen und -schüler Blutdruckmessungen
und Blutzuckermessungen an. Viele wichtige Informationen gab es auch an den
Infoständen von Landratsamt und Gesundheitsamt.
Patientenzimmer wie im Hotel
Besonders beeindruckt zeigten sich die Gäste von den hellen,
großzügigen Patientenzimmern. „Wie im Hotel“, war die übereinstimmende Meinung
zu den Zimmern im Wahlleistungsbereich. Ähnlich begeistert die Stimmen zur
Kapelle im Erdgeschoss: Die ruhige Atmosphäre übertrug sich trotz des Trubels
drumherum. Und den gab es reichlich: nach dem Rundgang stärkten sich die
Besucherinnen und Besucher bei Gulasch und Knöpfle, Maultaschen, Pastagerichten
und Salatbowls. Für die Kinder gab es Eis, für die Erwachsenen kühle Getränke
und – Dank der tollen Unterstützung der Landfrauen aus dem gesamten
Hohenlohekreis – gab es mehr als 80 verschiedene Kuchen zum Kaffee.
Ein rundum gelungener Tag mit vielen medizinischen
Informationen, spannenden Einblicken hinter die Kulissen und tollen Eindrücken
vom großen Engagement der Mitarbeitenden.


