24.07.2026

Neues Hohenloher Krankenhaus feierlich eingeweiht

Mit vielen guten Wünschen und einer feierlichen Segnung wurde heute in Öhringen das neue Hohenloher Krankenhaus eingeweiht. Damit wurde nach gut vier Jahren Bauzeit ein wichtiger Meilenstein für die medizinische Versorgung der Menschen in Hohenlohe erreicht. Bei den anschließenden Führungen durch den Neubau waren die mehr als 200 Gäste beeindruckt von der modernen Medizintechnik, den innovativen Behandlungsmöglichkeiten und den komfortablen Patientenzimmern im Neubau.

In einer gemeinsamen Begrüßung und einem Interview zeigten sich die beiden Gesellschafter des Hohenloher Krankenhauses – die BBT-Gruppe und der Hohenlohekreis – zufrieden über das Erreichte. „Heute ist ein großer Tag der Freude“, betonte Landrat Ian Schölzel in seiner Ansprache. Trotz vieler Herausforderungen während der Bauzeit, von der Corona-Pandemie über den Ukrainekrieg und die damit verbundenen Lieferschwierigkeiten sowie einem Wasserschaden kurz vor der Fertigstellung sei der Neubau des Hohenloher Krankenhauses nun gut gelungen. „Wir haben das partnerschaftlich sehr gut bewältigt und waren als Landkreis immer sehr eng in die Projektsteuerung eingebunden.“ Mit dem Neubau des Krankenhauses habe der Kreis vor neun Jahren Mittel über 50 Mio Euro bewilligt. „Das ist eine der größten Investitionen, die der Kreis je getätigt hat und ein klares Bekenntnis des Kreises zur Gesundheitsversorgung vor Ort.“

Schölzel dankte seinem Vorgänger Dr. Matthias Neth und dem früheren Landesgesundheitsminister Manne Lucha. „Sie haben diesem Projekt den Weg geebnet und sich dafür eingesetzt, dass die Gelder bewilligt wurden. Wir konnten den vorgegebenen Kostenrahmen einhalten und heute ist der Neubau fertig und steht für hohe Funktionalität, modernste Technik und die Gesundheitsversorgung von morgen.“ Als Zeichen der Verbundenheit mit dem neuen Krankenhaus kündigte Schölzel an, dass der Neubau in den kommenden Wochen mit Landschaftsbildern aus der Region ausgestattet wird. Zudem überreichte er ein Moosbild mit dem Logo des Hohenloher Krankenhauses.

Versorgung kranker Menschen als Auftrag
Für die BBT-Gruppe verwies der Sprecher der Geschäftsführung Dr. Frank Zils auf die Bedeutung einer guten medizinischen Versorgung für die Menschen im ländlichen Raum. Bereits im Juni 2017 habe der Kreistag entschieden, dies mit dem Neubau eines Krankenhauses am Standort Öhringen umzusetzen. „Dies war damals ein wegweisender Beschluss der Verantwortlichen hier im Hohenlohekreis. Unser Auftrag als BBT-Gruppe ist es, heute dafür zu sorgen, dass die Patientinnen und Patienten die medizinische Behandlung bekommen, die sie brauchen“, so Dr. Zils. „Es ist wichtig, kranke Menschen in allen Phasen des Lebens kompetent, würdevoll und mit Zuwendung zu begleiten und ihnen die notwendige Hilfe zukommen zu lassen. Wir sind stolz darauf, dass die BBT-Gruppe in ihrer Geschichte seit der Ordensgründung der Barmherzigen Brüder von Maria Hilf vor 176 Jahren hierzu einen Beitrag leisten kann.“ Dabei räumte der BBT-Geschäftsführer ein, dass sich die politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in den vergangenen Jahren deutlich gewandelt haben. „Wir stehen heute vor der großen Herausforderung, mit engeren finanziellen Mitteln, die Zukunft der Patientenversorgung zu gestalten“, gab Dr. Zils zu bedenken. „Dies bleibt unsere zentrale Aufgabe für die kommenden Monate und Jahre.“

Dank an Land und Hohenlohekreis für Fördergelder
Zils dankte dem Land Baden-Württemberg und dem Hohenlohekreis sowie allen politisch Verantwortlichen für die Finanzierung des Projekts im Umfang von rund 100 Mio Euro und würdigte dabei vor allem den früheren Landesgesundheitsminister Manne Lucha sowie den früheren Landrat des Hohenlohekreises Dr. Matthias Neth. Mit dem jetzigen Landrat Ian Schölzel setze sich die Zusammenarbeit der beiden Gesellschafter weiter fort. Zils dankte außerdem der Stadt Öhringen und den Oberbürgermeistern Patrick Wegener und dessen Vorgänger Thilo Michler für die Unterstützung durch die Behörde der Stadt sowie allen am Bau beteiligten Personen: den Architekten, Planern, der Projektsteuerung sowie allen Bauarbeitern und Handwerkern. „Ganz viele Menschen und vor allem viele Mitarbeitende haben sich mit ihren Ideen, mit ihrem Fleiß und mit ihrer Energie eingebracht. Ihnen und Euch allen gilt mein besonderer Dank.“ Ein gutes Krankenhaus zeichne sich einerseits aus durch moderne Medizintechnik und schöne, funktionelle Räume. „Aber am Ende machen die Mitarbeitenden den entscheidenden Unterschied für die Menschen, die sich uns anvertrauen. Sie sind es, die täglich einen wertvollen Beitrag leisten, damit sich die Patientinnen und Patienten hier gut aufgehoben fühlen.“

Gute Wünsche für den Neubau
Die Glückwünsche des Landes Baden-Württemberg überbrachte Ulrich Schiller, Referatsleiter Krankenhausfinanzierung im Ministerium für Soziales, Arbeit und Gesundheit. Er begleitet das Projekt seit mehr als zehn Jahren und zeigte sich erfreut über dessen erfolgreichen Abschluss. Weitere Grußworte sprachen der Bundestagsabgeordnete Christian Freiherr von Stetten sowie Öhringens Oberbürgermeister Patrick Wegener.

Ökumenische Segnung
Ein besonderer Höhepunkt der Feier war die ökumenische Segnung des neuen Krankenhauses. „Dieses Haus möge ein Ort der Hoffnung für die Kranken sein, ein Signal des Miteinanders und des Füreinanders, ein Zeichen der tätigen Nächstenliebe“, wünschte Krankenhausseelsorgerin Marianne Meyer. Mitarbeitende aus verschiedenen Bereichen des Krankenhauses brachten ihre Wünsche in Fürbitten zum Ausdruck. Abschließend segneten der katholische Dekan Ingo Kuhbach und die evangelische Dekanin Petra Frey das neue Krankenhaus mit den Worten: „Gott segne alle, die hier ein- und ausgehen – mit leichtem und mit schwerem Herzen.“

Die Einweihung wurde stilvoll musikalisch umrahmt von der Gruppe Moving Souls.