04.05.2026
Wenige Tage vor dem Ende seiner Amtszeit hat Gesundheitsminister Manne Lucha den Neubau des Hohenloher Krankenhauses in Öhringen besucht. Er lobte den Neubau für seine durchdachte Konzeption und zukunftsorientierten Konzepte. Der Grünen-Politiker hatte das Bauprojekt von Beginn an begleitet. In seiner Amtszeit wurde der Landeszuschuss in Höhe von 51,5 Mio Euro für den Neubau bewilligt. Mit seinem Besuch unterstrich er noch einmal sein Engagement für den Klinikstandort im Hohenlohekreis.
Bei der Führung durch den Neubau zeigte sich der Minister beeindruckt von der Konzeption des Baus, der ganz auf die Bedarfe der Patienten und Mitarbeitenden zugeschnitten sei. „Mein Kompliment an alle Verantwortlichen für diesen gelungenen Neubau. Es ist ein bedarfsgenaues, gut geplantes Klinikum entstanden, das nicht nur funktional, sondern auch sehr ansehnlich geworden ist. Alles ist klug durchdacht, kurze Wege, interdisziplinär verbunden und auch für die Mitarbeitenden gibt es sehr gute Arbeitsbedingungen. TipTop!“
Bekenntnis zum Klinikstandort Hohenlohe
Lucha dankte den Verantwortlichen der
BBT-Gruppe sowie dem Landkreis für ihren großen Einsatz beim Neubau. „Sie haben
mit großem Engagement einen Leuchtturm geschaffen, der prototypisch für die
medizinische Versorgung im ländlichen Raum steht. Der Neubau des Hohenloher
Krankenhauses ist ein Zeichen, dass wir hier die Versorgung der Menschen in
Zukunft sicherstellen werden.“ Auch aus Sicht des Landes stehe hinter der
Förderung des Krankenhausneubaus ein klares Bekenntnis: „Wir lassen die Bürger
im Hohenlohekreis nicht im Stich.“
Weichen vor Jahren richtig gestellt
Mit Blick auf die Diskussion um die
Schließung des Krankenhauses in Künzelsau betonte der Minister: „Wir haben
damals die richtigen Weichen gestellt. Um die Versorgung im Kreis zukunftsfähig
sicherzustellen, mussten wir die Kräfte an einem Standort bündeln. Die
Entscheidung damals war nicht einfach, aber sie war richtig.“ In diesem
Zusammenhang dankte er auch dem früheren Landrat Dr. Matthias Neth für die gute
Zusammenarbeit.
Vertrauen der Bürger
wichtig
Auch heute gelte es angesichts
schwieriger Rahmenbedingungen die Kräfte zu bündeln. „Die Kliniken stehen in
den kommenden Jahren vor großen Herausforderungen. Ich sehe hier ein gut
aufgestelltes Krankenhaus; jetzt gilt es, durch zukunftsfähige Strukturen,
weitere Digitalisierung, den Einsatz von Telemedizin und Partnerschaften mit
umliegenden Krankenhäusern sowie den niedergelassenen Ärzten, die medizinische
Versorgung auch für die Zukunft sicherzustellen.“ Die wichtigsten Partner für
das Hohenloher Krankenhaus seien jedoch die Menschen selbst. „Das Krankenhaus
braucht das Vertrauen der Bürger“, appellierte Lucha an die Bewohner des
Hohenlohekreises.
Hausaufgaben gemacht
Das Land Baden-Württemberg habe seine
Hausaufgaben gemacht: ein neuer Landeskrankenhausplan orientiert an den
Leistungsgruppen und zugleich die niedrigste Bettendichte aller Bundesländer in
Deutschland seien wichtige Entwicklungen, die andere Bundesländer noch
nachholen müssten. Die Signale von Seiten des Bundes seien aktuell dagegen
„nicht ermutigend“.
Dank der BBT-Gruppe und
des Hohenlohekreises für die Förderung
Die Regionalleiterin der BBT-Gruppe Dr. Ulrike Heesemann
dankte dem Minister für seinen Besuch im neuen Hohenloher Krankenhaus. „Wir
freuen uns sehr, dass Sie sich in ihren letzten Arbeitstagen als Minister die
Zeit genommen haben, um den Neubau zu sehen. Das ist ein deutliches Zeichen der
Wertschätzung für unseren Klinikstandort hier im Hohenlohekreis. Danke für ihre
persönliche politische Unterstützung sowie die Förderung durch das Land
Baden-Württemberg.“ Diesem Dank schloss sich auch Thomas Dubowy als
Vertreter des Hohenlohekreises an. In seiner Funktion als Kreisrat habe er die
Entwicklung des Gesundheitsstandorts Hohenlohe über die Jahre begleitet. „Wir
als Kreis konnten uns immer auf Ihre Zusagen und Ihre persönliche Unterstützung
verlassen. Sie standen immer zu ihrem Wort, einen Neubau für die Konzentration
der medizinischen Versorgung zu fördern. Dafür, Herr Minister Lucha, auch im
Namen des Kreises unseren herzlichen Dank.“
Für die Stadt Öhringen unterstrich der erste
stellvertretende Oberbürgermeister Schimmel, die Bedeutung des Neubaus und
verwies auf die Unterstützung durch die städtischen Behörden.
Neubau auf Bedürfnisse
der Patienten ausgerichtet
Der zukunftsweisende Krankenhausneubau in Öhringen wurde
komplett um die Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten geplant. Im
Erdgeschoss befindet sich das Diagnostik- und Ambulanzzentrum: neben der
interdisziplinären Notaufnahme ist hier die radiologische Diagnostik mit MRT,
CT und konventionellem Röntgen konzentriert. Daran schließt sich die
internistische Funktionsdiagnostik mit EEG, Herz-Echo, ERCP, Sonographie und
Endosonographie an. Das 1. OG ist ganz auf operative Eingriffe sowie die
dazugehörige Überwachung und Intensivmedizin ausgerichtet: Mehrere
Operationssäle mit moderner Ausstattung, dazu das Herzkatheterlabor und die
Überwachungsstation für Herzinfarkt- und Schlaganfallpatienten liegen in enger
Verbindung nebeneinander. Hinzu kommen vier Kreißsäle für die Geburtshilfe. Das
zweite und dritte Stockwerk sind dann ganz der Pflege der stationären Patienten
gewidmet. Im Neubau wird es nur noch Ein- oder Zweibettzimmer geben. Alle
Patientenzimmer haben große Fenster für viel Tageslicht und verfügen jeweils
über ein eigenes Bad mit Dusche und WC. Im
dritten Obergeschoss bietet eine Komfortstation auf Wunsch zusätzliche
Annehmlichkeiten. Die Kosten für den Neubau in Höhe von rund 100 Mio € teilen
sich Land und Kreis; der Zuschuss des Landes beträgt rund 51,5 Mio €.
Tag der offenen Tür am 25.
Juli
Bei einem Tag der offenen Tür am Samstag, 25. Juli können
sich alle Interessierten selbst ein Bild vom Neubau machen. Die Inbetriebnahme
und Patientenversorgung startet dann am 1. Oktober.