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09.05.2025

Auszeichnung

Schlaganfall-Station erneut zertifiziert

Die sog. "Stroke Unit" im Hohenloher Krankenhaus wurde jetzt erneut als lokale Schlaganfallstation ausgezeichnet. Die Auditoren bestätigen die hohe Qualität der Versorgung von Patienten mit Schlaganfall.

Rund 270.000 Menschen in Deutschland erleiden jährlich einen Schlaganfall. Mehr als die Hälfte der Betroffenen bleibt danach dauerhaft pflegebedürftig. Um dies zu vermeiden, ist bei einem Schlaganfall schnelles Handeln wichtig: vor allem die Versorgung in einer spezialisierten Schlaganfallstation verbessert die Prognose für die Betroffenen erheblich. Im Hohenloher Krankenhaus Öhringen gibt es seit einigen Jahren eine solche spezialisierte Station, die sog. „Stroke Unit“. Hier werden jährlich rund 300 Patienten versorgt. Für die guten Prozesse und die abgestimmte Behandlung von Schlaganfallpatienten wurde das Hohenloher Krankenhaus jetzt erneut nach den Qualitätsstandards der „Arbeitsgemeinschaft Schlaganfallstationen Baden-Württemberg e.V.“ als „Lokale Schlaganfallstation“ ausgezeichnet und für drei weitere Jahre zertifiziert. 

Hohe Qualität der Versorgung bei Schlaganfall
„Wir freuen uns sehr über diese erneute Bestätigung für die hohe Qualität des gesamten Behandlungsteams auf unserer Stroke Unit“, betont die Leiterin der Schlaganfalleinheit Chefärztin Dr. Sabine Richter. „Die Rückmeldung der externen Prüfer beim Audit unterstreicht, dass wir im Hohenloher Krankenhaus eine hochwertige wohnortnahe Versorgung von Patienten mit Schlaganfall sicherstellen können und eine wichtige Aufgabe innerhalb des Schlaganfallkonzepts Baden-Württemberg erfüllen.“ Denn die rasche Versorgung in einer zertifizierten Stroke Unit sei bei Verdacht auf Schlaganfall entscheidend.

Kontinuierliche Überwachung
„Die Stroke Unit ist eine abgeschlossene Einheit mit vier Betten, die in Öhringen direkt an die Intensivstation angegliedert ist. Hier kümmern sich Ärzte, Therapeuten und speziell geschultes Pflegepersonal rund um die Uhr um die Betreuung von Schlaganfallpatienten in der Akutphase“, erläutert die Fachärztin für Neurologie und Geriatrie. „Die lebenswichtigen Werte wie Puls, Blutdruck, Temperatur, Atemfrequenz und Sauerstoffsättigung des Blutes werden kontinuierlich überwacht; ebenso wie der neurologische Zustand der Patientinnen und Patienten.“ 

Lyse-Therapie
In den meisten Fällen löst eine Verstopfung der Blutgefäße den Schlaganfall aus. Falls möglich werde dann frühzeitig die sog. Lyse-Therapie eingeleitet. Dabei werden die Blutgerinnsel, die bei einem Schlaganfall die Blutgefäße verschließen, mit Hilfe von Medikamenten aufgelöst und das Gehirn wird schnell wieder durchblutet. Die Ärzte im Hohenloher Krankenhaus nutzen dabei auch moderne teleradiologische Kooperationen mit der Universität Heidelberg, um rund um die Uhr eine hochwertige Diagnostik und Therapie sicherzustellen. 

Expertise der Kardiologen
„Mit der raschen Behandlung auf unserer Schlaganfallstation können wir die gefürchteten Folgeschäden wie Lähmungen, Sprach- oder Gleichgewichtsstörungen oft zumindest eindämmen und zum Teil sogar ganz verhindern“, beschreibt die Neurologin das Ziel der Therapie auf der Stroke Unit. Wichtig sei es außerdem die Ursache für den Schlaganfall zu erkennen, um einen erneuten Schlaganfall zu verhindern. „Hier verfügen wir über die kardiologische Expertise durch die Ärztinnen und Ärzte vor Ort bei uns im Haus, die täglich Herzrhythmusvisiten bei den Schlaganfallpatienten durchführen und bei Bedarf eine gezielte Therapie einleiten.“ 

Frühzeitige Reha-Maßnahmen
Bei der Schlaganfallbehandlung insgesamt sei der engagierte Einsatz und die enge Abstimmung des gesamten ärztlichen, pflegerischen und therapeutischen Teams entscheidend, so Dr. Richter. „Wichtig ist, dass unsere erfahrenen Physio-, Logo- und Ergotherapeutinnen ebenso wie das speziell ausgebildete Pflegepersonal so früh wie möglich mit Rehabilitationsmaßnahmen beginnen. Gezielte Bewegungsübungen, Sprech- und Gedächtnistraining helfen dem Patienten, seine Alltagsfähigkeiten wiederzugewinnen. Außerdem berät der Sozialdienst frühzeitig über weitere Reha-Möglichkeiten nach der Entlassung und organisiert diese.“ 

Lob für das gesamte Team
Dass diese Zusammenarbeit der verschiedenen Berufsgruppen im Hohenloher Krankenhaus sehr gut funktioniert, bestätigten auch die externen Prüfer im Auftrag der „Arbeitsgemeinschaft Schlaganfallstationen Baden-Württemberg e.V.“ in ihrem Audit und lobten insbesondere das „gut aufgestellte Pflegeteam“. „Im Hohenloher Krankenhaus profitieren wir von den kurzen Wegen und können uns rasch und strukturiert über die weiteren Therapiemaßnahmen austauschen. Das kommt direkt das Patienteninnen und Patienten zugute“, beschreibt Dr. Richter die Vorteile im Krankenhaus in Öhringen.
Sie appelliert an alle Patienten und deren Angehörige, auch die Symptome eines leichteren Schlaganfalls ernst zu nehmen und beim Verdacht auf einen Schlaganfall immer sofort die Notrufnummer 112 anzurufen. „Jeder Zeitverlust führt zu neurologischen Schäden und kann Langzeitfolgen wie Lähmungen und Pflegebedürftigkeit zur Folge haben.“

So prüfen Sie, ob ein Schlaganfall vorliegen könnte: 

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