13.03.2023

Prof. Dr. Frank A. Wenger und Dr. Detlef Marx informieren über die Möglichkeiten der Früherkennung und Therapie von kolorektalen Karzinomen

Darmkrebs – Vorsorge und Behandlung im Team

Darmkrebs – Vorsorge und Behandlung im Team

Eine plötzliche Veränderung der Stuhlgewohnheiten, vermehrt Blähungen oder Durchfall, Blut im Stuhl – Themen, mit denen man sich nicht gern beschäftigten möchte und daher auch schnell mal zur Selbstmedikation greift. Dies kann jedoch auf Dauer keine Lösung sein. Diese Symptome müssen abgeklärt werden, denn neben harmlosen Gründen wie Unverträglichkeiten kann auch eine schwere Erkrankung wie Darmkrebs dahinterstecken.

März ist der Darmkrebsmonat – viele Aktionen sollen vermehrt in diesem Zeitraum auf die Risiken der Erkrankung sowie die guten Behandlungsmöglichkeiten hinweisen. Denn Darmkrebs gehört zu den häufigsten Krebserkrankungen und betrifft sowohl Männer als auch Frauen. Zirka 60.000 Menschen in Deutschland erkranken jedes Jahr neu. Auch wenn diese Zahl noch immer erschreckend hoch ist: Die Rate der Neuerkrankungen geht langsam zurück. „Hier macht sich unter anderem die Vorsorge-Darmspiegelung positiv bemerkbar“, betont Dr. Detlef Marx, Chefarzt der Inneren Medizin I am Hohenloher Krankenhaus. Zusammen mit Chefarzt der Chirurgie, Prof. Dr. Frank A. Wenger, geht er in seinem Vortrag „Darmkrebs – Vorsorge und Behandlung im Team“ auf die Möglichkeiten der Vorbeugung und Früherkennung ein und stellt die interdisziplinäre Therapie von Darmkrebs vor.

„Darmkrebs ist heilbar, wenn er frühzeitig erkannt wird“, unterstreicht Dr. Detlef Marx. Er rät daher allen Männern und Frauen, regelmäßig die Vorsorgeuntersuchungen wahrzunehmen und empfiehlt dabei vor allem die Koloskopie (Darmspiegelung). „Wir können dabei die Vorstufe von Darmtumoren nicht nur erkennen, sondern auch sofort beseitigen.“ Bei größeren Polypen, die Vorstufen von Tumoren sein können, kommt die Chirurgie zum Einsatz. Die beiden Chefärzte Wenger und Marx arbeiten eng zusammen und besprechen jeden Patienten / jede Patientin, um eine adäquate individuelle Therapie entsprechend der nationalen Leitlinien zu wählen.

Prof. Dr. Wenger erklärt: „Nach der chirurgischen Entfernung des Darmtumors sowie des angrenzenden Fettgewebes und der versorgenden Gefäße und Lymphknoten bringt eine
feingewebliche Untersuchung durch die Pathologie schließlich Klarheit darüber, ob der bösartige Darmtumor bereits Tumorzellen gestreut hat.“ In diesem Falle wird dann eine zusätzliche ambulante Chemotherapie in die Wege geleitet: „Es ist uns als Internist und Chirurg sehr wichtig, dass die gemeinsame Therapie des Darmkrebs für die Patient*innen wie aus einer Hand organisiert ist und dass es klare Ansprechpartner*innen gibt - dafür arbeiten wir auch sehr eng mit den niedergelassenen Gastroenterologen und Hausärzt*innen sowie Expert*innen im Bereich Chemotherapie zusammen.“

Im Anschluss an ihren Vortrag stehen Prof. Dr. Wenger und Dr. Marx für Fragen zur Verfügung.

Info: Der Vortrag „Darmkrebs – Vorsorge und Behandlung im Team“ aus der Reihe Arzt im Gespräch“ findet am Montag, den 20. März 2023, um 18:30 Uhr im Blauen Saal im Rathaus in Öhringen statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Das Tragen einer FFP2-Maske wird empfohlen.