02.06.2022

Die für den kommenden Dienstag, 14. Juni 2022, geplante Informationsveranstaltung zur multimodalen Behandlung von krankhafter Adipositas muss wegen Erkrankung eines Referenten kurzfristig verschoben werden. Der neue Termin wird noch bekannt gegeben. Wir bitten um Verständnis!
Hierbei geht es darum, wie minimalinvasive chirurgische Therapie (Schlauchmagen-Operation), Ernährungsberatung, Bewegungstherapie und eine Adipositas-Selbsthilfegruppe miteinander verknüpft werden können, um eine nachhaltige Behandlung von Betroffenen gewährleisten zu können. Der neue Schwerpunkt Adipositas-Chirurgie gehört zur Abteilung für Chirurgie des Hohenloher Krankenhauses und wird von Chefarzt Prof. Dr. Frank A. Wenger geleitet.
Adipositas, eine chronische Krankheit
Von morbider Adipositas
oder Fettleibigkeit spricht man bei starkem Übergewicht mitsamt
gesundheitlichen und sozialen Einschränkungen; es handelt sich hierbei um eine
von den Krankenversicherungen anerkannte chronische Krankheit. Die Bewegungsmöglichkeiten
dieser Patientinnen und Patienten sind mehr als eingeschränkt und es kommt
häufig zu Zusatzerkrankungen wie Diabetes, Gelenkerkrankungen, arterieller
Hypertonie oder Depressionen. Auch die sozialen Kontakte leiden bei vielen
Betroffenen. Laut RKI ist ca. ein Viertel der Erwachsenen in Deutschland von
Adipositas betroffen. Auch schon viele Heranwachsende kämpfen mit dieser
Krankheit. Bei einem BMI
(Body-Maß-Index) von 40 – bei Diabetiker*innen ab 35 – gelten Patientinnen und
Patienten als morbid (krankhaft) adipös. Zum Vergleich: Ein gesundes Gewicht
entspricht etwa einem BMI von 19 bis 25. Zur Berechnung wird das Körpergewicht
ins Verhältnis mit der Körpergröße gesetzt.
Multimodales Behandlungskonzept
Individuelle „Viele
Menschen, die unter morbider Adipositas leiden, haben einen langen Leidensweg
hinter sich, sind teilweise verunsichert, haben viele Meinungen gehört – oder leben
auch über viele Jahre zurückgezogen. Eine individuelle Behandlung mit viel
Empathie und Verständnis ist nötig, um ganzheitlich helfen zu können“, sagt
Prof. Dr. Frank A. Wenger, Chefarzt der Abteilung Chirurgie, der auf Adipositas-Chirurgie
spezialisiert ist. Daher hat er sich mit Ernährungsberaterin Andrea Häusele und
Petra Bremm vom Gesundheitszentrum Vitalis in Öhringen vernetzt, um ein
sogenanntes multimodales Behandlungskonzept umsetzen zu können. Ergänzt wird
das Angebot durch die Selbsthilfegruppe „Schwer was drauf“.
Informationsveranstaltung auf späteren Zeitpunkt verschoben
In mehreren
Vorträgen wird das multimodale Behandlungskonzept unter der Leitung von Prof.
Dr. Frank A. Wenger von den Beteiligten vorgestellt und genauer auf die
einzelnen Bausteine eingegangen. Hierbei werden Fragen geklärt wie: Wann muss
operiert werden und welche OP-Möglichkeiten gibt es? Wie funktioniert die
Ernährungsumstellung bereits vor der Operation, aber auch auf lange Sicht?
Welche Sportarten sind möglich bei starkem Übergewicht und nach einer
Operation? Wie erfolgt die Antragsstellung auf Kostenübernahme bei der
Krankenversicherung?
Die Referenten
stehen im Anschluss für die Fragen der Teilnehmenden zur Verfügung.
Der neue Termin für die Veranstaltung wird in Kürze bekannt gegeben.
Die Vorträge:
1. Multimodales Konzept für
Adipositaschirurgie – was gehört dazu? (Prof. Dr. Frank A. Wenger, Chefarzt
Chirurgie, Hohenloher Krankenhaus)
2. Ernährungsumstellung bei Adipositas
(Andrea Häusele, Praxis für Ernährungstherapie, Öhringen)
3. Bewegungstherapie bei Adipositas
(Petra Bremm, Gesundheitszentrum Vitalis, Öhringen
4. Die Selbsthilfegruppe für Adipositas
stellt sich vor (Tanja Kison, SHG Adipositas, Öhringen)