11.05.2022

Chefärzte der Gastroenterologie und der Chirurgie des Hohenloher Krankenhauses Öhringen informieren über verschiedene Verfahren und beantworten Fragen
Nach dem Essen muss unsere Verdauung Schwerstarbeit leisten. Dabei ist sie auf die Unterstützung von Leber und Galle angewiesen: Unsere Leber bildet jeden Tag rund einen halben bis einen Liter Gallenflüssigkeit, die in der Gallenblase gespeichert und zu den Mahlzeiten in den Zwölffingerdarm ausgeschüttet wird. Ist diese Funktion gestört, kann es bei den Betroffenen zu Völlegefühl, krampfartigen Schmerzen im Oberbauch, Fieber, Übelkeit, Erbrechen, braunem Urin oder einer Gelbfärbung der Augen und der Haut kommen. Wie man solche Gallenerkrankungen erkennt und behandelt, erläutern die beiden Chefärzte aus dem Hohenloher Krankenhaus Öhringen Prof. Dr. Frank Wenger (Abteilung für Allgemein-, Viszeral-, Gefäß- und Unfallchirurgie) und Dr. Detlef Marx (Abteilung für Gastroenterologie, Innere Medizin I) in ihrem gemeinsamen Vortragsabend: „Gallensteine – Diagnostik und Behandlung im Team“ am Montag, 16. Mai 2022, im Blauen Saal im Rathaus Öhringen. Der Vortrag beginnt um 18:30 Uhr.
„Unklare
Schmerzen im Oberbauch können viele Ursachen haben, daher ist eine ausführliche
Diagnostik wichtig, um andere Erkrankungen, zum Beispiel eine
Magenschleimhautentzündung oder ein Magengeschwür auszuschließen“, macht Dr.
Detlef Marx deutlich. Der Facharzt für Innere Medizin und Gastroenterologe (Spezialist
für die Behandlung von Magen- und Darmerkrankungen) stellt in seinem Vortrag
die Anzeichen vor, die auf eine Gallenerkrankung hindeuten. Er erläutert auch
die verschiedenen Untersuchungsverfahren, um eine Gallenerkrankung zu
diagnostizieren. „Dazu gehört neben der Ultraschalluntersuchung z. B. auch die
sog. ERCP, eine spezielles Verfahren, das wir im Hohenloher Krankenhaus
anbieten können und bei dem z. B. kleinere Gallensteine direkt entfernt werden
können.“ Wie dieses Verfahren abläuft und welche Vorteile damit verbunden sind,
stellt Dr. Marx in seinem Vortrag vor.
„In manchen
Fällen ist eine Operation bei Gallenblasensteinen allerdings unvermeidbar“, da
sind sich beide Chefärzte einig – in diesen Fällen erfolge dank der engen
Zusammenarbeit beider Abteilungen eine umgehende Vorstellung der Patientinnen
und Patienten in der chirurgischen Abteilung.
Der Chefarzt
der Abteilung für Allgemein-, Viszeral-, Gefäß- und Unfallchirurgie im Hohenloher
Krankenhaus Prof. Dr. Frank Wenger informiert in seinem Vortrag insbesondere darüber,
wann Gallensteine operiert werden sollten. „Es sind nicht nur die ganz großen
Gallensteine, die Risiken bieten“, so der chirurgische Chefarzt, „sondern auch
die ganz kleinen Gallenblasensteine – denn diese können wandern und zu einer
folgenschweren Bauchspeicheldrüsenentzündung führen. Klein und gemein – wie im
richtigen Leben“.
In seinem
Vortrag erläutert Prof. Wenger zudem das Vorgehen, die Vorteile und Risiken bei
einer minimalinvasiven Gallenblasenentfernung. „In den meisten Fällen kann die
Operation laparoskopisch, also über mehrere kleine Schnitte erfolgen, verbunden
mit einem kurzen stationären Aufenthalt von zwei bis drei Tagen im
Krankenhaus“, so der Facharzt für Allgemein-, Viszeral-, Unfall- und
Wiederherstellungschirurgie.
Darüber
hinaus gibt er Einblick in die Behandlungsabläufe und die Fürsorge gegenüber den
Patientinnen und Patienten während des stationären Aufenthaltes durch das
chirurgische Team.
Im Anschluss an
ihre Vorträge nehmen sich die beiden Chefärzte Zeit für die Fragen der Besucherinnen
und Besucher.
Info: Der
Vortragsabend „Gallensteine – Diagnostik
und Behandlung im Team“ findet am Montag, den 16.05.2022, um 18:30 Uhr im
Blauen Saal im Rathaus Öhringen statt. Der Eintritt ist frei. Es gilt eine
FFP2-Maskenpflicht.