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12.03.2021

Hohenloher Krankenhaus Öhringen startet Projekt gemeinsam mit der Caritas Heilbronn-Hohenlohe

Babylotsin bietet Eltern von Neugeborenen Unterstützung an

Babylotsin bietet Eltern von Neugeborenen Unterstützung an

Catharina Kochendörfer freut sich auf ihre neue Aufgabe. Die Sozialpädagogin ist ab sofort an vier Tagen pro Woche als Babylotsin auf der Wochenstation im Hohenloher Krankenhaus Öhringen Ansprechpartnerin für Mütter mit neugeborenen Kindern. Sie berät bei Krisen und hilft beim Ausfüllen von Formularen, sie vermittelt Hilfsangebote, z.B. „Frühe Hilfen“, und hört auch einfach mal nur zu.

Das Projekt „Babylotsin“ wurde als Zusammenarbeit der Caritas Heilbronn-Hohenlohe und der Stiftung SeeYou ins Leben gerufen und hat nun im Hohenloher Krankenhaus einen Kooperationspartner gefunden. Gefördert wird das Projekt auch von der Deutschen Fernsehlotterie.

Hausoberer Martin Schmelcher begrüßt, dass die Caritas Heilbronn-Hohenlohe auf ihn zukam, um auch in Öhringen eine Babylotsin einzusetzen. „Schon in der Vergangenheit haben wir auf verschiedenen Ebenen mit der Caritas Heilbronn-Hohenlohe gut zusammengearbeitet“, betont er. „Ich erhoffe mir eine gute Betreuung und Begleitung der frisch gewordenen Eltern und gute Vernetzungsmöglichkeiten, die vor allem zu Corona-Zeiten extrem wichtig sind.“ Auch Eleonore Reddemann, Fachleiterin Soziale Hilfen bei der Caritas Heilbronn-Hohenlohe, gibt zu bedenken: „Es gibt immer Menschen, die durch das Raster der Angebotsvielfalt nicht gut ihren Weg finden. Wir hoffen, mit dem Angebot Babylotse für diese Menschen Brücken bauen zu können und Lücken zu schließen.“ Das Projekt ist erst einmal auf drei Jahre angelegt, aber alle Beteiligten sind an einer guten Zusammenarbeit und gutem Gelingen interessiert – und an einer Verlängerung.

Babylotsen gibt es in ganz Deutschland, an manchen Standorten sogar in jedem Krankenhaus. In Baden-Württemberg ist Öhringen neben Lörrach und Bad Mergentheim das dritte Krankenhaus mit diesem Angebot. Als Babylotsin möchte Catharina Kochendörfer das medizinische Personal entlasten und das Angebot um die psychosoziale Grundversorgung ergänzen. Dazu gehören das Zuhören, das Erkennen von Problemen und das Vermitteln von Kontakten und Hilfsangeboten.

„Manche Menschen verstecken ihre Probleme, diese kommen vielleicht bei einem persönlichen Gespräch ans Licht – dann kann ich Hilfe vermitteln“, sagt Catharina Kochendörfer. Sie betont die Niederschwelligkeit des Angebotes und dass es kostenlos und natürlich freiwillig ist. Sie vermittelt individuelle und wohnortnahe Hilfen, z. B. Familienhebammen, Frühe Hilfen, Migrationsberatung und vieles mehr. Dafür hat sie sich im Vorfeld ein umfangreiches Netzwerk aufgebaut, auf das sie zugreifen kann. Sie hofft darauf, dass das Angebot gut angenommen wird und dass sie den Müttern Orientierung geben kann in einer spannenden, aber oftmals auch schwierigen Zeit mit Baby.

Frühe Hilfen

Das Angebot der Frühen Hilfen im Hohenlohekreis richtet sich an Eltern von Kindern im Alter von 0 bis 6 Jahre. Angesprochen sollen sich aber nicht nur Eltern mit schwerwiegenden Problemen wie Sucht oder Armut fühlen, sondern auch diejenigen, die sich unsicher sind und Begleitung brauchen – oder aber auch einfach mal einen Fahrer für einen Arztbesuch. Die Angebote sind wohnortnah, kostenfrei und für jeden zugänglich.

Zu den Frühen Hilfen von Jugendamt, Caritas und anderen Organisationen gehören Angebote wie Familienhebammen, Familienbegleitung und Familienpaten. Aber auch Elternkurse und offene Treffs – falls möglich – sind wichtige Pfeiler einer ganzheitlichen Familienarbeit.

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