25.03.2020
Hohenloher Krankenhaus auf Corona-Patienten vorbereitet

Während auf der Isolierstation im Erdgeschoss bereits COVID-19-Patienten behandelt werden, bereitet sich das Hohenloher Krankenhaus auf die Aufnahme weiterer Corona-Patienten vor.
"Im
Hohenloher Krankenhaus (HK) haben wir rechtzeitig Vorbereitungen getroffen und
uns gut aufgestellt, so dass wir die Patienten hier gut versorgen können",
betont Melanie Junge, Kaufmännische Direktorin des Hohenloher Krankenhauses.
Täglich trifft sich ein Kernteam aus verschiedenen Berufsgruppen. "Gemeinsam besprechen
wir den aktuellen Stand sowie die anstehenden Aufgaben und koordinieren die
weiteren Maßnahmen im Haus." Zu diesem Team gehören u.a. Ärzte, Pflege,
Hygienefachkräfte, Materialwirtschaft, Krankenhaus- und Regionalleitung.
Frühzeitig Stationen für Corona-Patienten geräumt
"Wir haben
frühzeitig mehrere Stationen im Krankenhaus als Isolierstationen für
COVID-19-Patienten geräumt, die wir nun sukzessive mit COVID-Erkrankten und
Verdachtsfällen bei Notwendigkeit zur stationären Versorgung belegen",
erläutert Dr. Werner Reinosch, Ärztlicher Direktor und Hygiene verantwortlicher
Arzt. " Alle planbaren operativen
Eingriffe und sämtliche Sprechstunden wurden abgesagt und auf einen späteren Zeitpunkt
verschoben. Nur notfallmäßige und dringliche Behandlungen werden nach
medizinischer Prüfung im Einzelfall durchgeführt. Dadurch schaffen wir im HK
weitere freie Betten und Versorgungskapazitäten, die wir - falls erforderlich -
mit weiteren COVID-Patienten belegen können."
Intensivplätze ausgebaut
Außerdem
wurden die Intensivkapazitäten ausgebaut. "Im Regelfall verfügen wir über sieben
Intensivplätze, aber wir haben diese mit zusätzlichen Geräten, Betten und
Personal auf insgesamt zwölf Intensivplätze mit Beatmungskapazität aufstocken
können", so Dr. Reinosch. "Denn wir
müssen auch alle nicht infektiösen Patienten weiter versorgen. Wir arbeiten außerdem
eng mit der Lungenklinik Löwenstein zusammen. Dorthin können wir
intensivpflichtige COVID-Patienten bei Bedarf verlegen."
Schutzmaterial ausreichend vorhanden
Die Materialwirtschaft
im HK ist weiterhin intensiv dabei,
zusätzliche Lieferungen zu organisieren, damit die Mitarbeitenden auch
langfristig mit Schutzausrüstungen versorgt sind. "Hier gibt es einen engen und
kollegialen Austausch mit dem Caritas-Krankenhaus Bad Mergentheim und der
BBT-Gruppe. Gemeinsam stellen wir die Versorgung mit Material sicher",
erläutert Melanie Junge. " Einige Spenden, die wir in den vergangenen
Tagen von verschiedener Seite bekommen haben, helfen uns ebenfalls."
Große Solidarität und guter Zusammenhalt
Junge: "Neben
der Solidarität und Hilfsbereitschaft aus Teilen der Bevölkerung erleben wir
außerdem ein verlässliches Miteinander unter den Kolleginnen und Kollegen im
Haus, die sich mit hohem persönlichem Einsatz um die Patienten kümmern. Die
Belastungen für alle und besonders für die Ärzte und Pflegekräfte nehmen zu,
aber solch eine Situation schweißt auch zusammen. Ein Arzt, der seit kurzem im
Ruhestand ist, hat seine Unterstützung angeboten. Auch wenn bereits einige
Mitarbeiter in Quarantäne sind, können wir die Ausfälle kompensieren."


