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10.04.2020

Rund 160 Corona-Patienten seit Anfang März stationär behandelt

Rund 160 Corona-Patienten seit Anfang März stationär behandelt

Seit gut einem Monat werden im Hohenloher Krankenhaus Öhringen Corona-Patienten behandelt, insgesamt waren es bisher etwas mehr als 160 Erkrankte, die stationär aufgenommen werden mussten.

"Für uns alle ist das eine hohe Belastung, denn die Patienten haben einen hohen Betreuungsaufwand und das unter strengen Hygieneauflagen mit häufigem Wechsel der persönlichen Schutzausrüstung. Bisher konnten wir das - dank früher Vorbereitungen - gut bewältigen ", betont Dr. Werner Reinosch, Ärztlicher Direktor und Hygiene verantwortlicher Arzt am HK.

HK bleibt aufnahmefähig für Corona-Patienten
Inzwischen konnten viele Patienten wieder entlassen werden. Die Zahl der Corona-Neuaufnahmen ist etwas abgeflacht. Dadurch hat sich aktuell die Lage auf den Isolierstationen mit COVID-Patienten bzw. Verdachtspatienten ein wenig entspannt. Knapp 30 befinden sich aktuell noch in stationärer Behandlung, vier werden auf der Intensivstation beatmet. "Die leichte Entspannung hilft uns aktuell und gibt uns eine kleine Verschnaufpause. Mit Blick auf die Osterfeiertage haben wir so ausreichend Aufnahmekapazitäten auch bei einem möglichen Anstieg der Patientenzahlen", so Dr. Reinosch.

Behandlung nicht-infektiöser Notfälle läuft weiter
"Daneben sind wir im Hohenloher Krankenhaus natürlich auch weiterhin für die Behandlung von nicht-infizierten Patienten da. Notfälle wie Stürze, Gallenblasenentzündungen oder Blinddarmentzündungen werden von uns selbstverständlich weiterhin behandelt", unterstreicht der Ärztliche Direktor. Für solche Fälle steht die Notaufnahme im ersten Stock Tag und Nacht bereit. Diese ist räumlich getrennt von der Corona-Notaufnahme, die ein Stockwerk tiefer extra eingerichtet wurde, um die Patientenströme zu trennen.

Fahrbares Röntgengerät für Corona-Diagnostik angeschafft
In der Corona-Notaufnahme arbeiten die Krankenschwestern und Ärzte mit kompletter Schutzausrüstung wie FFP2-Maske und Schutzbrille und unter strengen Hygieneauflagen, um eine Infektion nach Möglichkeit zu vermeiden. Ein Blutgasanalysegerät sowie ein eigens angeschafftes fahrbares Röntgengerät erleichtern die Diagnostik der Patienten. Diese Geräte werden auch von der Corona-Fieberambulanz mitgenutzt, die seit einigen Tagen in direkt angeschlossenen Räumen untergebracht ist. Hier kümmern sich die niedergelassenen Ärzte um Patienten mit Verdacht auf eine Corona-Infektion. "Mit den Kollegen der Fieberambulanz gibt es eine enge und gute Zusammenarbeit", unterstreicht Dr. Werner Reinosch.

Meist moderate bis mittelschwere Verläufe
Ist eine stationäre Aufnahme von Corona-Patienten erforderlich, werden die Patienten auf eine der drei Isolierstationen verteilt. Im Erdgeschoss liegen überwiegend COVID-Patienten, die positiv auf das SARS-CoV-2 Virus getestet wurden. Im 1. und 2. OG werden außerdem auch Verdachtsfälle getrennt in Einzelzimmern isoliert, um eine Infektion nach Möglichkeit zu vermeiden. "Die Mehrheit der COVID-Patienten, die wir behandeln, haben moderate und mittelschwere Verläufe, täglich können wir einige von Ihnen nach überstandener Krankheit wieder entlassen. Das motiviert uns sehr bei unserer Arbeit", so Dr. Reinosch. "Allerdings sehen wir auch schwere Verläufe", räumt er ein.  

Beamtmungskapazitäten für schwere Verläufe ausgebaut
Für solche Patienten stehen auf der Intensivstation sieben Beatmungsplätze zur Verfügung. Zusätzlich   wurden in einem Nebenraum fünf weitere Beatmungsplätze geschaffen. "Wir können hier gleichzeitig mehrere COVID-Patienten beatmen", betont Dr. Michael Ackermann, Chefarzt Innere Medizin 2. "Zugleich halten wir immer eine Reserve frei für nicht infizierte Notfälle." Intensivpatienten, mit komplexen Vorerkrankungen oder Patienten, die eine extrakorporale Beatmung brauchen, können - falls erforderlich - an die Zentralversorger-Kliniken im Umkreis verlegt werden. Insgesamt 21 Patienten wurden in den vergangenen vier Wochen auf diese Weise weiterverlegt.   "Hier gibt es eine gute und lange bewährte Zusammenarbeit z.B. mit den SLK-Kliniken, speziell der Lungenklinik Löwenstein", so Dr. Ackermann. "Wichtig ist, dass wir im Hohenloher Krankenhaus für unsere Patienten im Hohenlohekreis immer aufnahmefähig bleiben und Intensivkapazitäten frei haben. Das ist uns bisher gut gelungen."  

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