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Erkrankungen der inneren Organe und des Stoffwechsels

Innere Medizinzoom

Die Abteilung Innere Medizin I am Standort Öhringen bietet die stationäre und ambulante Versorgung von Erkrankungen der inneren Organe, des Blutes und des Stoffwechsels. Wir behandeln unsere Patienten auf der Grundlage neuester medizinischer Erkenntnisse und unter Berücksichtigung der Leitlinien von nationalen und internationalen Fachgesellschaften.

Die Verbindung der verschiedenen Spezialgebiete der Inneren Medizin unter einer organisatorischen und fachlichen Leitung trägt dabei der Komplexität internistischer Krankheitsbilder Rechnung und berücksichtigt vor allem, dass mit zunehmendem Alter des Patienten häufig verschiedene Erkrankungen gleichzeitig vorliegen. Unser Ziel ist die  umfassende Therapie dieser verschiedenen Erkrankungen unter Berücksichtigung des Allgemeinzustands des Patienten.

Wichtig ist uns ein einfühlsamer Umgang mit den Patienten und ihren Angehörigen in vertrauensvoller Zusammenarbeit mit den Kollegen der anderen Fachrichtungen, mit den Mitarbeitern der Pflege, der physikalischen Therapie, dem Sozialdienst sowie den Seelsorgern. Für eine gute Ausbildung aller Mitarbeiter als vorrangiges Ziel wird ein breites Spektrum an Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten angeboten.
Die Schwerpunkte der Abteilung liegen auf den Gebieten der Gastroenterologie, der Hämatologie/ Onkologie, der Angiologie und Intensivmedizin sowie der Diabetologie mit breit gefächerten diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten.

Neben der intensiv-medizinischen Sofortbehandlung aller lebensbedrohlichen Erkrankungen besteht eine 24 Stunden-Bereitschaft zur endoskopischen Notfallbehandlung.
Es besteht eine enge logistische Vernetzung mit den Großkliniken und Universitätskrankenhäusern der Umgebung, so dass bei entsprechenden Indikationen eine sofortige Verlegung zur bestmöglichen Versorgung realisiert wird.

Ihr Kontakt zu uns.

Gastroenterologie

Das Fachgebiet beinhaltet die Erkennung und Behandlung von Erkrankungen der Verdauungsorgane, der Speiseröhre, des Magen-Darm-Traktes, der Leber, der Gallenwege und der Bauchspeicheldrüse. Dabei spielen Endoskopie, Sonographie sowie funktionsdiagnostische Maßnahmen eine zentrale Rolle, ebenso wie die enge Zusammenarbeit mit Chirurgen, Radiologen und Ernährungsmedizinern.
Endoskopische und Ultraschalluntersuchungen werden von uns konsiliarisch auch für weitere Abteilungen des Krankenhauses durchgeführt. Besondere Erfahrungen besitzt die Abteilung in der Behandlung von Patienten mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (M. Crohn, Colitis ulcerosa), Darmtumoren und Funktionsstörungen der Verdauungsorgane.

Wir bieten Ihnen folgende Untersuchungs-und Therapieverfahren:

Endoskopie

  • Video-Endoskopie des oberen und unteren Verdauungstrakte sowie des Dünndarmes mittels Doppelballon
  • Enteroskopie
  • Kapselendoskopie des Dünndarms (in Zusammenarbeit mit der Praxis Dr. Pauli)
  • Procto-/Rektoskopie
  • H2-Atemtest mit verschiedenen Substraten (z.B : Lactose, Fructose, Galaktose,Glucose, Lactulose)
  • Mini-Laparoskopie mit gezielter Leber-Biopsie
  • Leberdirektpunktion (Menghini-Technik)
  • Sonographisch gesteuerte Feinnadelpunktionen
  • Polyp-Abtragungen, Mucosektomien
  • Endoskopische Blutstillung mittels diverser Verfahren, wie Argon-Beamer, Fibrinklebung, Banding,
  • Suprarenin-, Äthoxysklerol-Injektionen, Clipping
  • Anlage von PEG (perkutane endoskopische Gastrostomie) und PEJ
  • tenosen-Dilatation, Cardiaweitung oder Botulinustoxin-Injektion bei Achalasie
  • Fremdkörperentfernung
  • ERCP mit Papillotomie und Steinextraktion aus dem Gallengang
  • Stenteinlagen bei malignem Verschluß der Speiseröhre und des Gallenganges
  • Passagere Gallenableitung über nasobiliäre Sonden
  • Abszessdrainagen
  • Colondekompressionssonde bei Ileus und Megakolon
  • PEI (perkutane Äthanol-Injektion) bei Lebertumoren

Ultraschall/Sonographie

  • Sonographien der Abdominalorgane und des Gastrointestinaltrakts, von Gefäßen, Thorax, Schilddrüse, Lymphknoten, Haut etc. 
  • Punktionen, Abszessdrainagen, Zystenentleerungen und Verödungen von Tumoren 
  • Einsatz  moderner Hochleistungsgeräte einschließlich der Doppler- und Farbdoppler- Untersuchung, 3D-Sonographie und Kontrastmittelsonographie 

Künstliche Ernährung/Ernährungsberatung

PEG, PEJ (bei vorübergehenden oder dauerhaften Schluckstörungen)  
Schulungen von Patienten und Angehörigen durch Ernährungsberaterinnen und Diätassistentinnen
Einweisung in die Handhabung von Pumpen, Sondennahrung und Zubehör

Hämatologie und internistische Onkologie

Diagnostik und Therapie von gut- und bösartigen Krankheiten des Blutes und des blutbildenden Systems, von Lymphomen und soliden Tumoren sowie von Infektionserkrankungen, Autoimmunerkrankungen und Immundefekten einschließlich der HIV-Infektion

Welche Bluterkrankungen werden behandelt?

  • Anämien
  • Blutgerinnungsstörungen
  • Blutbildungsstörungen
  • Akute und chronische Leukämien
  • M. Hodgkin und Non Hodgkin Lymphome
  • Paraproteinämien (z.B. Plasmozytom, MGUS)
  • Störungen des Immunsystems

Diagnostische Verfahren
Mikroskopische, immunologische, molekular- und zytogenetische Untersuchungen der Zellen des peripheren Blutes und des Knochenmarks (z.T. in Zusammenarbeit mit namhaften Referenzlaboratorien)
Knochenmarkpunktionen (auf Wunsch schmerzfrei unter Sedierung wie bei einem endoskopischen Eingriff)
Sofortige mikroskopisch-zytologische Untersuchung des Knochenmarks mit einer diagnostischen Aussage in vielen Fällen bereits in weniger als 30 Minuten.

Weche Tumorerkrankungen werden behandelt?

Behandelt werden alle Tumoren, die ein Ansprechen auf eine medikamentöse Therapie erwarten lassen. Zu den häufigsten dieser Erkrankungen gehören:

  • Tumore des Magen- und Darmtraktes
  • Brustkrebs und andere gynäkologische Tumore
  • Tumore der Prostata, der Hoden und der Nieren
  • Tumore der Bauchspeicheldrüse und der Leber
  • Tumore der Lunge und des Brustkorbes
  • Bindegewebstumore (Sarkome)

Medikamentöse Tumortherapie

Zur Anwendung kommen alle traditionellen Verfahren der Chemotherapie, Immuntherapie und Hormontherapie sowie moderne molekulare Therapien, Antikörperbehandlungen und Zytokintherapien.

Ergänzend hierzu setzen wir Schmerztherapien, Transfusionen, Ernährungstherapien und Immunstimulationen ein  („best supportive care“)

In enger Zusammenarbeit mit ambulanten Pflegediensten, Palliativ- und Hospizeinrichtungen sorgen wir uns um die Behandlung von Patienten, bei denen nebenwirkungsreiche Therapieverfahren nicht (mehr) indiziert sind. Für Maßnahmen, die bei Patienten mit fortgeschrittenen Tumorerkrankungen Symptome lindern und die Lebensqualität verbessern, besteht eine hohe Expertise.

Wo immer möglich werden die Tumorbehandlungen ambulant über die hämatologische-onkologische Ambulanz des Öhringer Krankenhauses durchgeführt. Dazu ist die Überweisung des Hausarztes ausreichend.

Interdiziplinäres Vorgehen

Ziel ist bestmögliche Therapie für den individuellen Patienten (personalisierte Medizin). Dies erfordert die enge Zusammenarbeit verschiedener Spezialisten bereits bei der Diagnostik und bei der Festlegung der optimalen Behandlungsstrategie (Operation, Strahlentherapie, medikamentöse Behandlung einschließlich Kombinationen). Dazu erfolgt die Vorstellung des Falles in Tumorzentren bzw. speziellen Darm- oder Brustzentren, gegebenenfalls die Überweisung in Spezialkliniken und Transplantationszentren.

Naturheilverfahren und alternative Methoden

Die moderne Medizin weiß um verschiedenste tumorbiologische und molekulare Therapieansätze - unsere Abteilung bietet ein offenes Herangehen und die Einbeziehung geeigneter Verfahren an.

Wo bekomme ich eine Zweitmeinung?

Die Hinzuziehung weiterer Spezialisten, um persönliche Sicherheit zu gewinnen, wird vorbehaltlos unterstützt. Unsere Abteilung stellt dafür alle Krankenunterlagen zur Verfügung bzw. hilft bei der Anbahnung entsprechender Kontakte. Gleichzeitig steht unser Onkologie-Team auch Patienten anderer Behandlungseinrichtungen für Beratungen und Zweitmeinungen zur Verfügung.

Intensivmedizin

Unsere Intensivstation ist in neu gestalteten, großzügigen Räumlichkeiten untergebracht und mit modernster Medizintechnik ausgestattet.
Sieben Patientenplätze und ein spezieller Notfallplatz stehen vorwiegend internistischen Patienten, jedoch auch Patienten aus der chirurgischen oder gynäkologischen Abteilung unseres Hauses zur Verfügung.
Leistungsspektrum:

  • Langzeitbeatmungen
  • Thrombolyseverfahren  bei Lungenembolie
  • Bronchoskopien
  • Dilatative Tracheotomien
  • Notfallendoskopien zur Blutstillung

Für Patienten, deren Schwere der Erkrankung die Möglichkeiten unserer Klinik übersteigt, besteht eine ausgezeichnete Logistik für bodengebundene Notfalltransporte und Luftrettung über den klinikeigenen Hubschrauberlandeplatz.

Moderne Wundversorgung

Die optimale Behandlung von problematischen Wunden mit bewährten und innovativen Methoden bildet einen weiteren Schwerpunkt unserer Abteilung. Dazu wurden in den letzten Jahren die Voraussetzungen für ein effektives  interdisziplinäres Wundmanagement durch Internisten, Chirurgen sowie speziell weitergebildeten Wundmanagerinnen geschaffen.

Diabetologie

Diabetes mellitus betrifft ca. 9 % der Bevölkerung. Die Häufigkeit nimmt mit steigendem Lebensalter zu, und auch in den nächsten Jahren werden immer mehr Menschen an Diabetes mellitus erkranken. Folgeerkrankungen an den Augen, Nieren und Nerven, aber auch das diabetische Fußsyndrom oder späte Komplikationen wie Herzinfarkt oder Schlaganfälle machen den Diabetes mellitus zu einer ernsthaften Erkrankung.
Bei jedem Vierten unserer Krankenhaus-Patienten können wir diese Erkrankung feststellen. Pro Jahr werden ca. 3000 Patienten mit Diabetes mellitus von unserem Diabetesteam an den Standorten Öhringen und Künzelsau betreut. Für alle diese Patienten bieten die Mitarbeiter der Sektion Diabetologie individuelle Behandlungsangebote an: 

Behandlung auf der Diabetesstation

Hier nehmen wir Sie gerne zur medikamentösen Therapie bei akuten Entgleisungen oder bei Erstauftreten des Diabetes mellitus auf. Alle modernen Diabetestherapien werden dabei angewendet und nach Ihren individuellen Bedürfnissen ausgewählt. Sie lernen, diese Behandlungsverfahren selbst durchzuführen, und werden dabei von unserem Schulungsteam sowie von der Physiotherapie unterstützt.

Auch mit einem diabetischen Fußsyndrom werden Sie auf der Diabetesstation behandelt. Alle erforderlichen Maßnahmen werden durch unmittelbar die Diabetologie koordiniert um eine schnelle Heilung von Wunden zu erreichen und unnötige Amputation zu vermeiden

Diabetologische Mitbetreuung auf allen Stationen

Wenn Sie Diabetes haben, aber aus einem anderen Grund in unser Krankenhaus kommen, wird ein Mitarbeiter des Diabetesteams in der Regel am ersten Werktag nach der stationären Aufnahme mit Ihnen Kontakt aufnehmen und die diabetologische Mitbetreuung einleiten. Ziel ist es, Stoffwechselentgleisungen während des Aufenthaltes zu vermeiden und Diabeteskomplikationen rechtzeitig zu erkennen, damit sich ihr Klinikaufenthalt aus Gründen des Diabetes mellitus nicht verlängert.

Ambulante Sprechstunde

Wenn Sie bei ihrer Krankenkasse am DMP-Programm teilnehmen oder mit der Überweisung eines Diabetologen zu uns kommen, können wir Sie auch vor oder im Anschluss an Ihren Klinikaufenthalt behandeln und unterstützen. Dafür werden am Standort Öhringen verschiedene Sprechstunden mit den Schwerpunkten diabetisches Fußsyndrom und Typ-1 Diabetes mellitus durchgeführt.

 

Wir sind für Sie da

Reinhardt, Uwe

Chefarzt
Facharzt für Innere Medizin
Teilgebietsbezeichnung Gastroenterologie, Hämatologie und Onkologie,Vorstandsmitglied des Tumorzentrums Heilbronn Franken

Tel: 07941 692-231
Fax: 07941 692-365
uwe.reinhardt@hohenloher-krankenhaus.net

Sekretariat:
Rita Preißler
Tel: 07941 692-231
Fax: 07941 692-365
rita.preissler@hohenloher-krankenhaus.net

Oberärzte

Al Khouri, Bassam

Facharzt für Innere Medizin, Notfallmedizin, Leitender Oberarzt der Diabetologie




Funktionsdienst

EKG / Endoskopie (1. OG) Brigitte Paul

Telefon: 07941 692-236

 

Mit uns zum Facharzt/ zur Fachärztin für Innere Medizin

Liebe Bewerberin, lieber Bewerber,

gerne möchten wir Sie auf Ihrem Weg zum Facharzt / zur Fachärztin für Innere Medizin und darüber hinaus begleiten. Hierzu haben wir Ihnen hier alle wichtigen Informationen für Ihre Weiterbildung zusammengestellt. Gerne können Sie sich auch in einem persönlichen Gespräch an uns wenden.

Weiterbildungsermächtigung

Der Chefarzt besitzt die volle Weiterbildungsermächtigung nach der WBO 2006 zum Facharzt für Innere Medizin (5 Jahre) und für die Zusatzweiterbildung Intensivmedizin (2 Jahre). Es gibt einen Bereitschaftsdienst mit Versorgung der Intensivstation und zwei Rufbereitschaften (Assistenz- und Oberarzt).

Unsere Leistungen

Ihre Work-life-balance ist uns wichtig. Neben dem Beruf hat auch die Familie einen wichtigen Stellenwert. Unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit Kindern bieten wir daher eine Kindertagesstätte Kiz in Künzelsau an.

Damit wir unsere Patienten stets auf höchstem Niveau behandeln können, liegt uns auch Ihre kontinuierliche Weiterbildung am Herzen. Wir legen neben externer auch auf innerbetriebliche Fortbildung wert.

Außerdem sind wir stetig daran interessiert auch uns weiterzuentwickeln und zu perfektionieren, wir fördern daher das Ideenmanagement unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Zudem nehmen wir die Mitbestimmung unserer Mitarbeiter sehr ernst und verfügen über einen Betriebsrat.

Famulanten und Hospitanten

Sie sind bei uns herzlich willkommen. Wir würden uns freuen Sie in unserem Haus begrüßen zu dürfen. Weiterführende Informationen finden Sie hier.

Arbeitszeit

In unserem Haus gilt der TV-Ärzte/Hohenlohe, angelehnt an den Tarifvertrag des Marburger Bundes. Für Sie bedeutet dies insbesondere:

  • 40 Stunden / Woche bei Vollzeitbeschäftigung
  • 30 Tage Jahresurlaubsanspruch
  • Arbeitsfreistellung zur Fort- und Weiterbildung
  • Arbeitsfreistellung für die Taufe, Erstkommunion, Firmung und entsprechende religiöse Feiern eines Kindes des Mitarbeiters

Teilzeitarbeit
Wenn Sie dies wünschen, können Sie bei uns auch in Teilzeit arbeiten. Die Planung der Bereitschaftsdienste und Arbeitszeiten unter der Woche können flexibel und großzügig geregelt werden. Wir gehen auf Ihre individuellen Bedürfnisse ein.

Vergütung

Vergütung und Tariferhöhungen entsprechend dem TV-Ärzte / Hohenlohe.

Kontakt

Für Ihre fachlichen Fragen steht Ihnen unser Chefarzt gerne persönlich zur Verfügung.

Reinhardt, Uwe

Chefarzt
Facharzt für Innere Medizin
Teilgebietsbezeichnung Gastroenterologie, Hämatologie und Onkologie,Vorstandsmitglied des Tumorzentrums Heilbronn Franken

Tel: 07941 692-231
Fax: 07941 692-365
uwe.reinhardt@hohenloher-krankenhaus.net

Sekretariat:
Rita Preißler
Tel: 07941 692-231
Fax: 07941 692-365
rita.preissler@hohenloher-krankenhaus.net


 
 

Bort, Stefan

Personalleitung

Kastellstr. 5
74613 Öhringen
Tel: 07941 692-357
stefan.bort@hohenloher-krankenhaus.net

Sie möchten sich bewerben oder haben allgemeine Fragen zum Bewerbungsprozess? Gerne können Sie sich auch per E-Mail bewerben.

Was Sie sonst noch wissen sollten

Mit mehr als 24.000 Einwohnern ist Öhringen eines der beiden Zentren im Hohenlohekreis, dem Land der "Burgen und Schlösser" sowie "Schrauben und Ventilatoren", zwischen Schwaben und Franken. Öhringen ist die größte Stadt im Hohenlohekreis und „Große Kreisstadt“.

Im Hohenlohekreis sind deutschlandweit die meisten Weltmarktführer in Relation zur Einwohnerzahl ansässig. Eine Zahl, die nicht nur den Erfolg der hiesigen Unternehmen belegt, sondern auch für die Qualität des Standortes insgesamt spricht. 

Mitten im Herzen der „Hohenloher Toskana“ liegt Öhringen direkt an der Autobahn A6 und nur wenige Kilometer entfernt von der A81. Öhringen ist auch auf dem Schienenweg mit den Regionalzügen der Deutschen Bahn zu erreichen. Ebenso ist Öhringen Zielpunkt der Stadtbahnlinie S4, die Reisende aus Richtung Karlsruhe-Heilbronn ins Hohenloher Land bringt.

In Öhringen gibt es sämtliche weiterführende Schule und jede Menge Freizeitmöglichkeiten für jung und alt.

Weiter Informationen finden Sie hier.

Einen Überblick über die zur Zeit zu besetzenden Stellen erhalten Sie in der Stellenbörse.

 

Spezialsprechstunde für Musiker und präventive Medizin

Ärztliche Leitung

Prof. Dr. Dr. Uwe Reinhardt arbeitet seit über 30 Jahren auf dem Gebiet der Musikermedizin. Neben seiner medizinischen Ausbildung studierte er Orchesterdirigieren und Klavier. Als künstlerischer Leiter eines sinfonischen Orchesters, Pianist und Komponist ist er selbst musikalisch aktiv. An der Dresdner Musikhochschule gründete er ein Forschungsinstitut für Musikerkrankheiten und entwickelte ein musikphysiologisches Ausbildungsprogramm für Studenten.Von 1990 bis 2007 leitete er die Musikerambulanz Bayreuth, seit dem Sommersemester 2011 hält er Vorlesungen zu musikphysiologischen und musikermedizinischen Fragen an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart.

Medizinischer Grundgedanke

Die Analyse der Körper-Instrument-Beziehung sowie der Haltungs- und Bewegungsqualität beim Spielvorgang stellen in vielen Fällen die Grundvoraussetzungen für eine effiziente Diagnostik und Therapie dar.
Wichtige Elemente sind dabei:

  • Die Anforderungen des Instrumentes (z.B. Größe, Form, Klappengestaltung, Haltevorrichtungen, Saitenqualität usw.)
  • Besondere Anforderungen des Repertoires (z.B. Doppelgriffe, Oktavtriller)
  • Die individuellen körperlichen Voraussetzungen (z.B. Spannweite der Hand, Gelenkbeweglichkeiten, Hypermobilität, Sehnenkopplungen, allgemeiner konditioneller Zustand) sowie der motorische Variantenreichtum
  • Die gesamtkörperliche Erscheinung beim Spielvorgang („Haltung"), z.B. Verspannungen oder Verkrampfungen in der Haltemuskulatur des Rumpfes und des Schultergürtels bei perfekter Technik/Feinmotorik
  • Die Analyse assoziierter Bewegungen, z.B. unwillkürlicher Mitbewegungen des Unterkiefers.

Interdisziplinäre Zusammenarbeit

Die Lösung medizinischer Probleme von Musikern erfordert in der Regel die Zusammenarbeit verschiedener Fachgebiete. Wichtige Partner sind z.B. Physio- bzw. Ergotherapeuten bei Beschwerden am Bewegungsapparat, Augenärzte und Optiker zur optimalen Korrektur der Refraktion (die ungeeignete Brille verursacht nicht selten Kopfschmerzen, rasche Ermüdung und Verspannungen im Schulter/Hals-Bereich), Zahnärzte und Kieferorthopäden bei speziellen Korrekturproblemen im Ansatzbereich von Holz- und Blechbläsern oder Störungen im Kiefergelenk und auch Psychotherapeuten zur Behandlung bestimmter Formen des Lampenfiebers.
Daneben sind in bestimmten Fällen natürlich auch die klassischen diagnostischen Verfahren wie Sonographie, Röntgen CT und MRT erforderlich, um organische Störungen auszuschließen. Zusätzlich steht mit Dr. Wiesmüller ein fachärztlicher Rheumatologe am Hohenloher Krankenhaus zur Verfügung.

Überregionaler Kontakt

Zur Umsetzung langfristiger therapeutischer Konzeptionen bei auswärtigen Patienten und zur Einbeziehung von heilpädagogischen Verfahren und Körpertechniken wie Feldenkrais, Alexandertechnik oder Dispokinese bestehen Kontakte zu Spezialisten deutscher und internationaler Fachgesellschaften.

Entstehung

Musiker sind - auch wenn sie in der glücklichen Lage scheinen, ihre Leidenschaft erfolgreich zum Beruf gemacht zu haben - einer Vielzahl von Belastungen ausgesetzt, die im Laufe der Berufsjahre, oft auch bereits während der Ausbildung, zu charakteristischen körperlichen und psychischen Beschwerden führen können, die zumindest mit bedingt sind durch das Instrumentalspiel oder das Singen. An der Spitze der Beschwerden von Musikern stehen akute oder chronische Schmerzen sowie Aufführungsangst und psychische Symptome.
Zur Entstehung der schmerzhaften Probleme des Bewegungsapparates trägt vor allem das bereits in früher Kindheit begonnene permanente Training identischer Bewegungsmuster bei, die in extremer zeitlicher und räumlicher Präzision mit hohem Automatisierungsgrad ablaufen und immer auch physiologisch schwächere Bereiche einbeziehen. Daneben ergeben sich außergewöhnliche Anforderungen durch die besonderen Bau- und Spielweisen der Instrumente mit einem hohen Anteil an asymmetrischen Körperhaltungen sowie eine sehr geringe Akzeptanz gegenüber unkonventionellen, aber ergonomisch günstigeren Veränderungen an Instrumenten und Zubehör.

Häufige Ursachen

  •  Plötzliche Steigerung der Gesamtspieldauer, z.B. vor Wettbewerben
  •  Veränderungen am Instrument, z.B. Größe, Saitenqualität, Steghöhe
  •  Anatomische Varianten, z.B. Sehnenkopplungen, Hypermobilität
  •  Belastende außermusikalische Tätigkeiten
  •  Ungeeignete Übetechniken, fehlende Pausen
  •  Haltungsschwäche, Konditionsmängel 
  •  Ungünstige ergonomische Bedingungen 
  •  unzureichende Rehabilitation nach früheren Gesundheitsschäden

Die spezifische Situation im Orchester, insbesondere im Orchestergraben kann zusätzliche Belastungen bringen: Ungeeignete Stühle ohne individuelle Anpassung, unfreies Spielen durch räumliche Enge, mangelhafte Beleuchtung und schlechtes Notenmaterial, schädigende Lautstärkepegel und nicht zuletzt die besondere hierarchische und Gruppensituation des Orchesters können Mitverursacher chronischer Erkrankungen sein.
Auch spezifische psychophysische Wechselwirkungen kommen bei Musikern zum Tragen: Der Musikerberuf setzt eine hohe Sensibilität gepaart mit Selbstdisziplin voraus, damit ein ausreichend technisch-künstlerisches Niveau erreicht werden kann. Doch bereits in der Ausbildung erfahren die Musiker, dass sie nahezu nie ihren eigenen Anforderungen oder denen anderer vollständig gerecht werden und stehen unter erheblichem Leistungs- und Konkurrenzdruck.

Krankheitsbilder

Besondere Bedeutung für die Prävention von gesundheitlichen Störungen besitzt die Bewältigung des Lampenfiebers. Die ständige Erbringung komplizierter motorischer Leistungen unter den Bedingungen äußerer Bewertung stellt nicht nur eine akute psychische Belastung dar, sondern fördert auch die Entstehung von chronischen Ängsten und psychosomatischen Störungen.
Art und Ausmaß der Gesundheitsstörungen werden wesentlich vom Instrument und vom Umfang der beruflichen Betätigung bestimmt. Von der höchsten körperlich-instrumentalen Belastung ist bei Orchestermusikern und viel beschäftigten Solisten auszugehen. Nach den Ergebnissen zahlreicher Studien geben durchschnittlich 75% der Orchestermusiker ein aktuelles oder früher erlebtes medizinisches Problem an, welches die Berufsausübung erschwert und die Qualität des Spiels vermindert. Bei Kindern und Jugendlichen, die sich in einer intensiven musikalischen Ausbildung befinden, liegt dieser Prozentsatz wahrscheinlich noch höher. An der Spitze der subjektiv angegebenen Beschwerden stehen das Lampenfieber, gefolgt von Schmerz- und Bewegungsproblemen des Rückens sowie der Arme. Als weitere häufige Befunde werden verschiedenartige Sehnenerkrankungen, Tinnitus, Nervendruckschädigungen und Koordinationsstörungen genannt.

Typische Krankheitsbilder sind:
Chronische Überlastungssyndrome am Bewegungsapparat, Nervenkompressions- und Outletsyndrome, "Durchspielen der Finger", Wirbelsäulenerkrankungen Sehnenscheidenentzündungen, Durchblutungsstörungen des Gehirns und Lungenemphysem bei Bläsern, psychosomatische Störungen, Stimmstörungen, Lärmschwerhörigkeit, Erkrankungen des Kiefergelenks und des Ansatzapparats, Kontaktallergien, Ekzeme, Druckstellen.Während bei älteren Musikern degenerative Erkrankungen und Störungen aus dem rheumatischen Formenkreis überwiegen, dominieren bei Studenten eher unspezifische Überlastungssyndrome, die einen eindeutigen kausalen Bezug zu Übegewohnheiten, Repertoireauswahl und Lehrerwechseln besitzen.
Der Häufigkeitsgipfel der Überlastungssyndrome liegt bei den 20 - 40jährigen Musikern, wobei Frauen stärker betroffen sind als Männer. Bevorzugt erkranken Streicher, gefolgt von Tasteninstrumentalisten, Gitarristen, Holzbläsern, Blechbläsern und Schlagzeugern.

Unfälle und Allgemeinerkrankungen:
Bei bestimmten Unfällen und Allgemeinerkrankungen kann eine spezielle musikergerechte Therapie erforderlich werden, wenn es z.B. um die Entscheidung für ein operatives oder ein konservatives Vorgehen geht oder bestimmte Nebenwirkungen von Medikamenten unbedingt vermieden werden müssen, weil diese die Spielqualität beeinflussen.

Lampenfieber:
Lampenfieber ist eines der häufigsten Probleme. Es kann die Präsentation des wahren Leistungsvermögens verhindern und langfristig zu psychosomatischen Störungen führen. Hilfe suchen nicht nur Künstler, sondern auch jene, deren beruflicher Erfolg maßgeblich von einem sicheren Auftritt in der Öffentlichkeit abhängt.
Die Bewältigung übermäßigen Lampenfiebers erfordert zunächst eine Analyse der Art, der Entstehungsbedingungen und individuellen Ausprägungsform dieses Zustandes beim Betroffenen, bevor eine adäquate Auswahl aus dem breiten Therapiespektrum getroffen werden kann.
Die medizinischen Probleme von Musikern tangieren oft verschiedene Fachgebiete, so dass die Diagnostik, Therapie und Rehabilitation der Erkrankungen interdisziplinär gestaltet werden müssen.
Der Musikermediziner hat hierbei die Aufgabe, die entscheidenden diagnostischen Impulse zu setzen, Therapiekonzepte zu koordinieren, zu kontrollieren bzw. in die richtigen Bahnen zu lenken. Gerade im Bereich von neuen Querschnittsdisziplinen ohne ausgedehnten wissenschaftlichen Hintergrund und mit einem hohen Anteil psychischer und psychosomatischer Komponenten kommt es dabei auf die Durchsetzung hoher Behandlungsstandards an.
Sieht man von Unfällen oder Allgemeinerkrankungen ab, erschließen sich die meisten Musikererkrankungen aus der Beziehung des Künstlers zu seinem Instrument, so dass es zur erfolgreichen ärztlichen Behandlung tief greifender Kenntnisse vom Musizieren, den Lerntechniken und den Eigenarten der Instrumente bedarf.
Außerdem ist zur Stellung einer korrekten Diagnose die genaue Betrachtung des Musikers an seinem Arbeitsgerät, dem Instrument, erforderlich. Genau dieser Umstand wird jedoch in den Allgemein- und Facharztpraxen in aller Regel nie realisiert, was dazu beiträgt, dass ein Großteil der Behandlungsverläufe unbefriedigend verläuft.

Behandlung

Videofeedback:

Die Selbstkonfrontation mit dem äußeren Erscheinungsbild im Beisein eines Coaches ist ein wirksames Verfahren zur Verbesserung von Körperhaltung und Performance bei Künstlern, aber auch bei Nicht-Musikern, Führungskräften, Politikern, Sportlern usw.
Bei Instrumentalmusikern gelingen mit dieser Methode seit langem angestrebte Haltungskorrekturen oft erstmals und nachhaltig.
Von besonderer praktischer Relevanz sind Krankheiten, die nicht durch das Instrumentalspiel oder Singen entstehen, aber eine musikerspezifische Therapie erfordern. Häufig geht es dabei um die Abwägung zwischen operativen und konservativen Therapiemaßnahmen (z.B. bei der Versorgung von Knochenbrüchen nach Unfällen, oder bei Erkrankungen in kritischen Körperregionen, wie der Hand, der Schilddrüse oder des Zahnapparates) oder um die optimale, d.h. nebenwirkungsarme, medikamentöse Einstellung chronischer Erkrankungen.

Prävention

Im Rahmen der Musikermedizin kommt präventiven Ansätzen eine besondere Bedeutung zu.
Da die Entstehung vieler Erkrankungen an Fehl- oder Überbelastungen bestimmter anatomischer Strukturen gebunden ist, die sich im Zusammenhang mit jahrelang trainierten, automatisierten Haltungs- und Bewegungsabläufen vollziehen, besteht zum einen eine hohe Rezidivgefahr, wenn Musiker nach primär erfolgreicher Symptombehandlung wieder in die alten Bewegungsmuster zurückfallen.

Zum anderen wird verständlich, dass eine grundlegende Lösung vieler Probleme nur möglich ist, wenn ungünstige Körperhaltungen und einseitige Belastungen rechtzeitig erkannt und ausgeglichen werden und der Entstehung von Überlastungssyndromen vorgebeugt wird. Dies ist möglich durch die Ausbildung einer größeren Variabilität in den Spielbewegungen und bei der Lösung spieltechnischer Probleme, durch die stärkere Berücksichtigung ergonomischer Aspekte (z.B. durch die fortlaufende Anpassung der Instrumentengröße und Hilfsmittel, wie Schulterstützen und Kinnhaltern, bei heranwachsenden begabten Geigern, bei denen die körperliche Entwicklung oft hinter den künstlerischen Fortschritten zurückbleibt) und durch eine physiologischere Gestaltung des Übeprozesses mit einer genaueren Beachtung von Pausen und Repertoiregestaltung. Da die musikalische Ausbildung bereits im Kindesalter beginnt, sind der Anfängerunterricht und die entsprechenden Qualifikationen der Musik- und Instrumentallehrer diesbezüglich besonders bedeutsam.

Für viele stark beanspruchte Berufskünstler stellt sich die Frage der Krankheitsvorsorge aber auch in einem größeren Zusammenhang. Der ständige Perfektionsdruck, ein ungeregelter Tagesablauf, häufige Reisen und eine oft ungewisse finanzielle Absicherung erfordern eigenverantwortliche und ärztlich unterstützte Maßnahmen der präventiven Medizin, die über die musikermedizinischen Aspekte hinausgehen, und auf die allgemeine Gesunderhaltung gerichtet sind.

Konzepte
Immer mehr Berufstätige sind steigenden Belastungen und einem hohen Perfektionsdruck ausgesetzt. Medizinische Strategien, die geeignet sind, solchen Beanspruchungen positiv zu begegnen und sie zur Erhöhung des eigenen Leistungsvermögens zu nutzen, sind deshalb nicht nur für Musiker interessant.
Unsere Ambulanz vermittelt Konzepte zur Stressbewältigung und Krankheitsvorsorge durch Verbesserung der Körperhaltung und Bewegungsqualität im Beruf und Alltag.

  • Optimierung von ergonomischen Faktoren
  • Erstellung eines individuellen Risiko- und Präventionskonzepts
  • Beseitigung leistungshemmender Zustände, z.B. Eisen-, Vitamin- oder Konditionsmängel
  • Bestmögliche medikamentöse Einstellung von Allgemeinerkrankungen
  • Verbesserung der geistigen Leistungsfähigkeit z.B. durch mentales Training
  • Optimierung der Ernährung v.a. unter Stress-, Konzert- und Reisebedingungen
 
 
 
 
 
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