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Schwerpunkt Endoprothetik

Ersatzoperationen an den großen Gelenken wie Hüfte, Knie und Schulter gehören seit vielen Jahren zu den Standardoperationen der Orthopädie und Unfallchirurgie. Eine kontinuierliche Weiterentwicklung von Materialeigenschaften, Prothesenformen und Operationsmethoden hat dazu geführt, dass heute fast jeder Patient mit Problemen an diesen Gelenken auf sehr sichere Weise mit einer individuell auf ihn abgestimmten Prothese versorgt werden kann. Die stete Verbesserung von verwendeten Materialien und der biomechanischen Eigenschaften der Prothesen hat zu einer deutlichen Verlängerung der sogenannten „Standzeiten“ geführt, also der Haltbarkeit der Prothesen, bevor abrieb- oder lockerungsbedingt ein Wechsel der Prothese nötig wird. 

Hüftendoprothetik

Die beiden Hauptindikationen für die Implantation einer Hüftendoprothese, in aller Munde als „künstliches Hüftgelenk“,  sind Brüche des Oberschenkelhalses und des Hüftkopfes einerseits; andererseits der im Laufe des Lebens entstandene Verschleiß des Gelenkes (primäre Coxarthrose), der auch durch Folgezustände nach Erkrankungen oder Unfällen begünstigt sein kann (sekundäre Coxarthrose).

Es gibt eine Vielzahl von verschiedenen Prothesendesigns und Materialkombinationen auf dem Markt. Im Wesentlichen unterscheiden sich diese bei folgenden Merkmalen:

  1. Der Art der Verankerung im Knochen.
    Sowohl der Prothesenschaft als auch die Hüftgelenkpfanne können zementiert oder unzementiert verankert werden. Hierzu wird das Implantat entweder mit einem speziellen Kunststoff (PMMA) in die vorgefrästen Aussparungen eingeklebt oder aber bei sehr guter Knochenqualität durch Druck verklemmt (pressfit)
  2. Verschiedene Designs der Prothesenschäfte, z.B. besonders für jüngere Patienten mit starker Knochensubstanz geeignete Kurzschaftprothesen
  3. Unterschiedliche Materialkombinationen der sogenannten Gleitpaarungen aus Kunststoff (hochvernetztes Polyethylen), Metall, Keramik
  4. Art des Zugangs zur Implantation (auch minimalinvasive Zugänge, z.B. DAA, direkter vorderer Zugang zum Hüftgelenk, welcher als besonders muskelschonend gilt)

Ziel der Endoprothetik bei Arthrose ist es dem Patienten durch eine möglichst schonende und sichere operative Behandlung Mobilität und damit Lebensqualität zurückzugeben. Der Zeitpunkt der Versorgung hängt im Wesentlichen von der Beeinträchtigung im Alltag und dem Leidensdruck des Patienten ab. 

Wichtiger Bestandteil der Behandlung ist die postoperative Phase, in der eine intensive Rehabilitation mit Krankengymnastik und Mobilisationsübungen durchgeführt werden. Diese beginnt bereits während des stationären Aufenthaltes durch unsere Physiotherapeuten und wird in aller Regel in einer stationären Anschlussheilbehandlung in einer mit uns kooperierenden Rehaklinik weitergeführt. Die Überleitung in die AHB wird gerne von unserem hausinternen Sozialdienst für Sie organisiert.


Schulterendoprothetik

Das Schultergelenk ist das Gelenk mit dem größten Aktionsradius und durch seinen sehr komplexen Aufbau gekennzeichnet. An allen Strukturen können Schäden entstehen, welche die Beweglichkeit reduzieren und Schmerzen verursachen können.

Die Schulterendoprothetik kommt bei folgenden Krankheiten und Verletzungen zum Einsatz:

  • Arthrose des Schultergelenks (Omarthrose)
  • komplizierten Oberarmfrakturen
  • Nekrose des Oberarmkopfes
  • rheumatischen Erkrankungen des Gelenks

Das Prinzip der Operation besteht darin, das Schultergelenk teilweise oder komplett durch eine Prothese zu ersetzen. Der operative Eingriff dauert ca. eine Stunde. Der stationäre Aufenthalt ist für etwa eine Woche erforderlich.

Das Ziel der Operation ist eine dauerhafte Schmerzreduktion sowie eine bestmögliche Wiederherstellung der Beweglichkeit des Schultergelenks.

Unmittelbar nach dem operativen Eingriff beginnt die intensive Physiotherapie, welche nach der Entlassung ambulant fortgesetzt wird.


Navigationstechnik Orthopilot®

Wir verfügen über ein modernes Navigationssystem, welches intraoperativ zur exakten Positionierung von Implantaten verwendet wird. Das System Orthopilot® der Firma Braun Aesculap funktoniert infrarotsensorengesteuert und kommt routinemäßig bei Umstellungsosteotomien und Hüftpfannenimplantationen zum Einsatz.

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