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Musikerambulanz

Spezialsprechstunde für Musiker und präventive Medizin

Die Behandlungseinrichtung der Musikerambulanz befasst sich mit den spezifischen berufsbedingten Erkrankungen und den besonderen medizinischen Erfordernissen von Künstlern und wendet sich mit ihren Betreuungsleistungen und präventiven Angeboten an Berufsmusiker, Musikschüler, Studenten und Pädagogen.
Sie steht außerdem all denen offen, deren beruflicher Erfolg maßgeblich von einem sicheren Auftritt in der Öffentlichkeit abhängt bzw. jenen, die auf der Suche nach medizinischen Strategien sind, ständig steigenden Belastungen und zunehmendem Leistungsdruck positiv zu begegnen.

Ärztliche Leitung

Prof. Dr. Dr. Uwe Reinhardt arbeitet seit über 30 Jahren auf dem Gebiet der Musikermedizin. Neben seiner medizinischen Ausbildung studierte er Orchesterdirigieren und Klavier. Als künstlerischer Leiter eines sinfonischen Orchesters, Pianist und Komponist ist er selbst musikalisch aktiv.An der Dresdner Musikhochschule gründete er ein Forschungsinstitut für Musikerkrankheiten und entwickelte ein musikphysiologisches Ausbildungsprogramm für Studenten.Von 1990 bis 2007 leitete er die Musikerambulanz Bayreuth, ab dem Sommersemester 2011 hält er Vorlesungen zu musikphysiologischen und musikermedizinischen Fragen an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart.

Kontakt / zur Sprechstunde

Medizinische Konzeption 

Die Analyse der Körper-Instrument-Beziehung sowie der Haltungs- und Bewegungsqualität beim Spielvorgang stellen in vielen Fällen die Grundvoraussetzungen für eine effiziente Diagnostik und Therapie dar.

Wichtige Elemente sind dabei:
Die Anforderungen des Instrumentes (z.B. Größe, Form, Klappengestaltung, Haltevorrichtungen,
Saitenqualität usw.)
Besondere Anforderungen des Repertoires (z.B. Doppelgriffe, Oktavtriller)
Die individuellen körperlichen Voraussetzungen (z.B. Spannweite der Hand,
Gelenkbeweglichkeiten, Hypermobilität, Sehnenkopplungen, allgemeiner konditioneller Zustand)
sowie der motorische Variantenreichtum
Die gesamtkörperliche Erscheinung beim Spielvorgang („Haltung"), z.B. Verspannungen oder
Verkrampfungen in der Haltemuskulatur des Rumpfes und des Schultergürtels bei perfekter
Technik/Feinmotorik
Die Analyse assoziierter Bewegungen, z.B. unwillkürlicher Mitbewegungen des Unterkiefers

Interdisziplinär

Die Lösung medizinischer Probleme von Musikern erfordert in der Regel die Zusammenarbeit verschiedener Fachgebiete. Wichtige Partner sind z.B. Physio- bzw. Ergotherapeuten bei Beschwerden am Bewegungsapparat, Augenärzte und Optiker zur optimalen Korrektur der Refraktion (die ungeeignete Brille verursacht nicht selten Kopfschmerzen, rasche Ermüdung und Verspannungen im Schulter/Hals-Bereich), Zahnärzte und Kieferorthopäden bei speziellen Korrekturproblemen im Ansatzbereich von Holz- und Blechbläsern oder Störungen im Kiefergelenk und auch Psychotherapeuten zur Behandlung bestimmter Formen des Lampenfiebers.

Daneben sind in bestimmten Fällen natürlich auch die klassischen diagnostischen Verfahren wie Sonographie, Röntgen CT und MRT erforderlich, um organische Störungen auszuschließen. Zusätzlich steht mit Dr. Wiesmüller ein fachärztlicher Rheumatologe am Hohenloher Krankenhaus zur Verfügung.

Ganzheitlich und überregional

Zur Umsetzung langfristiger therapeutischer Konzeptionen bei auswärtigen Patienten und zur Einbeziehung von heilpädagogischen Verfahren und Körpertechniken wie Feldenkrais, Alexandertechnik oder Dispokinese bestehen Kontakte zu Spezialisten deutscher und internationaler Fachgesellschaften.

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